Übung 1: Das Komm-Spiel
Ziel: Der Hund muss das
Komm-Spiel zwischen dem Hundehalter und dem Bekannten, der ca.
20m entfernt ist, spielen. Ein richtiges "Komm"-Signal ist wünschenswert,
jedoch nicht notwendig.
Wie wirds gemacht: Ihr könnt das Spiel mit
einer beliebigen Anzahl von Leuten spielen. Für die Erklärung
nehmen wir aber nur zwei.
Innen im Zimmer lasst ihr den Hund frei laufen - draußen könnt ihr
ihn evtl. erst einmal an eine lange Schleppleine hängen. Das liegt am
Hund.
Steht ein bisschen voneinander entfernt - wie weit, das hängt vom Hund.
Für dieses Spiel braucht ihr einen menschlichen Spielepartner. Wer den
nicht hat, muss das Spiel halt bißchen abändern - ich habe beides
probiert und bisher festgestellt, dass die Hunde das Zwischen-den-Menschen-Hinundherrennen
besonders gerne mögen, wenn sie mal verstanden haben, wie das Spiel geht.
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Stellt euch bißchen voneinander entfernt
hin - wie weit liegt am Hund. Wenn ihr recht sicher seid, dass
der Hund kommt, dann probiert es mal mit 15m, ansonsten fangt
ihr lieber mit wenigen Metern an und steigert es dann.
Person A ruft den Hund. Da wir gerade erst ANFANGEN, dem Hund beizubringen,
dass er kommen soll, lassen wir das "K"-Wort (Komm) erst mal weg
und verwenden auch nicht den Namen des Hundes. Probiert es mit Geräuschen
oder "jepp, jepp" oder sonst was.
Während Person A den Hund ruft, schaut die Person B HOCH in den Himmel
(oder an die Decke). Warum? Weil sogar ein untrainierter Hund Schwierigkeiten
hat, sich von einer Person wegzubewegen, die auf ihn starrt.
O.K. Person A ruft den Hund. Wenn der Hund auf dem halben Weg zu ihr ist, clickt
Person A und wirft ein Leckerchen zwischen seine Füße. Stör
dich nicht dran, wenn es weghüpft, mit der Zeit wirfst du immer besser
mit dem Werfen. Der Hund frisst das Leckerchen. Ende der ersten Runde.

Beagle Coffey, Labrador Anka |

vorne: Lucky von Christine
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So, jetzt schaut Person A in den Himmel. Ich
sehe keinen Hund, ich hab kein Interesse an einem Hund. Person
B schaut zum Hund und beginnt, ihn zu rufen. Der Hund hat keine
Lust, von Person A wegzugehen, weil Person A ein Leckerchen gefüttert hat.
SCHAU IN DEN HIMMEL. Person B ruft weiter, bis sie es geschafft
hat, dass der Hund in ihre Richtung läuft. Auf halbem Wege
kommt der Click und das Leckerchen wird zwischen die Füße
von nun Person B geworfen. Der Hund frisst das Leckerchen. Ende
der zweiten Runde.
Wiederholt diese Schritte, bis der Hund verstanden
hat, dass es die ANDERE Person ist, die das nächste Leckerchen
hat. Wenn der Hund das Spiel kapiert hat, wird er das A-Leckerchen
fressen und schnell wenden, losrennen und Leckerchen B holen.
JETZT hat er`s kapiert!

DAS SIGNAL HINZUFÜGEN:Der Zeitpunkt, wann das Signal hinzugefügt
wird ist, wenn das gewünschte Verhalten auf FREIWILLIGER BASIS
erfolgt. Das heißt, ihr könnt nun sagen, was ihr wollt,
damit der Hund kommt, nur NICHT das "richtige" Wort,
was ihr später immer verwenden wollt. Ich persönlich
verwende den Namen des Hunden und "Komm" als "richtiges" Signal.
Daher nehme ich DIESES Wort gerade nicht, wenn ich anfange, dem
Hund das Spiel beizubringen. Früher oder später wird
der Hund herauskriegen, wie es läuft und wird anfangen zu
erwarten, dass nach dem einen Leckerchen die andere Person rufen
wird. Er fängt dann an, dass er das Leckerchen nimmt und gleich
danach los rennt, um das andere zu holen. JETZT zeigt der Hund
freiwillig das Verhalten, was ihr wollt, JETZT könnt ihr anfangen,
ihm zu zeigen, wie das richtige Wort dafür heißt. Ruft
nun in dem Moment, wo der Hund wendet, um zum nächsten Leckerchen
zu kommen "Komm!" oder "Hier!" oder welches
Wort ihr immer verwenden wollt.
Wie geht es weiter? Es ist
ein Spiel! Passt die Regeln dem Stand eures Hundes an! Geht weiter
weg. Geht die Treppen rauf und runter. Versteckt euch in verschiedenen
Zimmern. Im Haus und außerhalb des Hauses. Spielt mit mehreren Leuten. Spielt
mit mehreren Fremden. Spielt mit jungen Leuten und alten Leuten
und Leuten, die einen Hut aufhaben und Nonnen in Tracht und Leuten
mit Turban und Leuten in Uniform. Spielt es alleine, indem ihr
ein Leckerchen zwischen eure Füße und ein anderes von
euch werft. Ihr könnt auch ändern, was passiert, wenn
der Hund an euren Füßen ankommt. Wenn der Hund immer
kommt und ihr weder geclickt noch ein Leckerchen hinunter geworfen
haben, was passiert nun? Der Hund ist vor euch und schaut nach
unten. Kein Leckerchen. Vielleicht schaut er jetzt nach oben, um
zu schauen, ob ihr noch lebt oder den Click vergessen habt. Vielleicht
fängt der Hund sogar an und setzt sich vor euch hin? Oder
ihr spielt, dass ihr, bevor der Click kommt, noch das Halsband
anfasst. Oder ihr das Halsband anzieht oder auszieht.
Übung 2: Umrunden von einem Gegenstand (Autorin:
Simone)
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Diese Übung hat weniger einen Nutzen im Alltag, sondern ist einfach zur
Beschäftigung gedacht. Wenn der Hund sie mal beherrscht, ist sie auch beim
Agility, beim Dogdance oder beim Treibball verwendbar.
Nehmt einen Gartenstuhl (oder etwas ähnlich Grosses) und stellt ihn an einem
Platz auf, wo genug freier Raum auf jede Seite hin ist.
Nun gibt es drei Möglichkeiten:
Mit Target: wenn Euer Hund bereits gelernt hat, einem Targetstab zu folgen, könnt
ihr ihn damit um den Gartenstuhl herumführen. Zu Beginn clickt & belohnt
ihr schon, wenn der Hund nur ein Stückchen geht, dann immer mehr, bis er
schliesslich ganz um den Stuhl herum geht.
Mit Leckerchen: lockt den Hund mit einem Leckerchen um den Stuhl herum und gebt
es ihm am Ende. Wenn er ohne Probleme folgt (was ja für einen Beagle nicht
die schwierigste Aufgabe in seiner Laufbahn sein dürfte),
baut ihr das Leckerli langsam ab. Nun sieht Eure „Lock-Hand“ vielleicht noch
so aus, als würde sie ein Leckerchen halten, aber es hat eigentlich keines
mehr drin (sie riecht aber noch danach von den vorherigen Übungen). Wenn
der Hund trotzdem folgt, gebt ihr etwas extra Feines aus der anderen Hand. Dies
wiederholt ihr bis der Hund merkt = einer leeren Hand zu folgen, bringt ja noch
die viel tolleren Leckerlis! Auf dieser Stufe kann man sich die Hände auch
wieder waschen.
Freies Formen: wenn der Hund ein erfahrener Clickerhund ist (oder es noch werden
will), könnt ihr
ihn auch dazu formen, um den Gartenstuhl herumzugehen. Also zuerst Click & Leckerli
fürs Ansehen des Stuhls, dann einen Schritt darauf zu machen, dann fürs
Hingehen bis zum Stuhl, dann für einen Schritt hinter den Stuhl (Achtung:
der Hund soll immer von der gleichen Seite her den Stuhl umrunden – sonst ist
es zu verwirrend). Sobald der Hund hinter dem Stuhl ist, clickt man und kann
zu Beginn etwas helfen, indem man selber einen Schritt zu der Seite macht, auf
der der Hund wieder nach vorne kommen soll.
Signal einführen: Wenn der Hund wirklich gut weiss, was er tun soll, sagt
ihr Euer Signal kurz bevor er die Übung ausführt. Z.B. „Rund“, „Herum“ oder
was ihr sonst wählen möchtet und was keinem anderen Signal gleicht,
welches ihr bereits habt.
Wie geht es weiter: nun könnt ihr das Ganze mit verschiedenen Gegenständen
machen (Petflasche, Baumstamm, ein kleines Gartenhäuschen etc.).
Experimentiert und berichtet! Vergesst auch nicht, ein paar Fotos ins Forum zu
stellen – zwecks Ideensammlung!
Dann kann man den Hund auch aus immer grösserer Distanz schicken. Geht hier
wirklich schrittweise (oder zentimeterweise, wenn es Schwierigkeiten gibt) vor.
Bei unseren Hunden hat es am besten geklappt, wenn wir einen Schritt rückwärts
gegangen sind, während der Hund die Übung gerade ausführte (also:
Signal „Rund“, Hund läuft los und ihr geht einen Schritt nach hinten).
Übung 3: Platz
In Level 1 sollte der Hund vom Stehen oder Sitzen mit nicht mehr
als 2 Befehlen Platz machen. Dabei konnten die Hand und die Stimme,
Stimme und Körpersprache, 2 Stimmsignale oder sonst was verwendet
werden.
Der Hund musste nicht liegen bleiben, er sollte sich nur hinlegen.
Ziel Level 2: Der Hund legt sich aus dem Sitz mit nur 1 Befehl
ins Platz. Erlaubt ist, dass ihr die Aufmerksamkeit des Hundes vorher sichert,
indem ihr seinen Namen sagt.
Wie übt ihr das?
Vielleicht habt ihr das Platz über das Locken beigebracht und habt damit
ein gutes Platzsignal (muss noch nicht perfekt sein). Es kann gut sein, dass
euer Hund noch gar nicht auf das Stimmsignal hört. Probiert es mal aus:
Nehmt kein Leckerchen in die Hand, gebt das Stimmsignal "Platz" und macht direkt
danach die Handbewegung, die ihr bisher für das Locken verwendet habt.
Wenn sich der Hund hinlegt, gebt ein Leckerchen (was vorher nicht zu sehen
war).
Wie kriegt man nun die Leckerchen los? Tut die Dinger vor allem weg vom Körper.
Legt sie irgendwo auf den Tisch oder auf eine Ablage. Stellt euch neben dran
und sagt "Platz". Macht alles genau so als hättet ihr die Leckerchen noch
am Körper! Wenn sich euer Hund hinlegt, sagt JA (oder clickt) und füttert
ein Leckerchen von der Ablage. Versucht es noch mal. Na? Klappt es? Erstaunlich!
Selbst, wenn die Teile nicht in der Hand sind, kriegt man was. Wirklich erstaunlich!
Übt weiter, indem ihr erst das Stimmsignal und danach die Handbewegung macht.
Macht das so lange, bis euer Hund denkt: Wow, das ist wirklich eine geniale Übung!!!
Wenn ihr ganz sicher seid, dass euer Hund sich wieder hinlegt, lasst irgendwann
einfach mal die Handbewegung weg. Wenn ihr das so hundert Mal geübt hat,
probiert mal, das Signal zu geben, wenn der Hund nicht damit rechnet. Wenn sich
der Hund hinlegt, habt ihr gewonnen, ansonsten liegen leider vor euch weitere
hundert Übungseinheiten (gehe zurück zur Badstraße, gehe NICHT über
LOS...)
Was, wenn sich der Hund ohne Leckerchen nicht hinlegt?
Wir Menschen versuchen meist, möglichst schnell ohne Belohnung auszukommen.
Wer will schon lebenslang mit einer Jackentasche voll mit stinkenden Wienerle
herumlaufen... o.k. ihr wisst schon... Doch umgekehrt: hättet IHR Lust,
zur Arbeit zu gehen, die ersten 6 Monate täglich bezahlt zu werden und
den Rest eures Lebens nie mehr?! Nein, keine Angst, ihr müsst nicht ununterbrochen
füttern. Aber passt auf, dass ihr nicht zu schnell ausdünnt!
Tut die Leckerchen in eure Tasche und achtet drauf, dass der Hund es sieht.
Geht zum Tisch oder zur Ablage und legt die Leckerchen von eurer Tasche hoch.
Gebt schnell hintereinander zehn Leckerchen von der Ablage an euren Hund (die
Leckerchen gibts auch, wenn sie nicht an meinem Körper sind).
Nehmt jetzt ein weiteres Leckerchen in die Hand, sagt "Platz". Wenn es klappt,
sagt "Ja" und gebt ein weiteres Leckerchen von oben von der Ablage.
Wie geht es weiter?
Es wäre Zeit, auch über andere Formen der Bezahlung nachzudenken.
Vielleicht könnt ihr euren Hund jedes fünfte Mal nur kraulen - oder
nur fröhlich herumhüpfen und in die Hände klatschen. Ihr könnt
das Platz auch so üben, dass der Hund danach zu einem Törchen oder
zur Wohnungstür hinausdarf. Oder ihr werft einen Ball, wenn sich der Hund
hingelegt hat. Nehmt die Belohnungen, die wirklich für euren Hund! wertvoll
sind, nicht die für euch praktisch sind. Durch solche Übungen stärkt
ihr auch die Fähigkeit des Hundes, sich selbst zu kontrollieren!
Euer Problem ist im Moment vielleicht auch noch, dass ihr immer neben der Ablage/Tisch
stehen müsst, weil da die Leckerchen sind. Wenn euer Hund kapiert hat,
wie das Spiel geht, könnt ihr den Abstand erhöhen. Geht jedes Mal,
wenn ihr übt, einen Schritt weiter weg. Irgendwann könnt ihr in dem
einen Zimmer "Platz" sagen und die Leckerchen im anderen Zimmer holen. Übrigens
lieben es die Hunde meistens, dass man dann zum Leckerchendepot zusammen hinrennt.
Nächster Wechsel: Tut die Leckerchen auch mal woanders hin. Mal auf einen
anderen Tisch, in ein anderes Zimmer. Wenn ihr aber etwas ausprobiert, solltet
ihr das Platz erst wieder in der Nähe üben und den Hund an den Wechsel
gewöhnen.
Ich habe inzwischen an verschiedenen Stellen in der Wohnung ein kleines Leckerchendepot,
so dass ich sehr schnell etwas belohnen kann, was (aus meiner Sicht) lohnenswert
ist.
Übung 4: Besucherempfangsübung (Autorin:
Simone)
Da bei den Hausaufgaben des Level 1 doch recht
häufig das
Ziel genannt wurde, dass sich die Hunde ruhiger verhalten, wenn
es an der Tür klingelt bzw. wenn Besuch kommt, haben wir beschlossen,
dies als separates Thema aufzunehmen.
Das ganze braucht ein intensives Training, aber es ist gut möglich, schöne
Erfolge zu erzielen.
Ziel der Übung: das Klingeln signalisiert dem Hund => geh ins Körbchen
und bleib da!
Erstes Zwischenziel auf dem Weg dahin: der Hund geht ins Körbchen und bleibt
eine Weile da.

(Diese Übung wird nicht mit zu den Level-Abschluss-Tests gehören, da
sicher einige Teilnehmer lieber den Hund mit an die Türe nehmen.)
Stelle ein Körbchen oder eine Box mit einem gemütlichen Kissen, welches
zum Verweilen einlädt, an den Ort, wo in Zukunft Dein Hund warten soll,
wenn es klingelt bzw. wenn Besuch kommt. Das kann in der Nähe der Eingangstüre
sein, aber auch in einem anderen Zimmer. Wichtig ist es nur, dass es nun fix
da bleibt.
Variante 1: Übe nun mit dem Hund, dass er in das Körbchen geht: dies
kannst Du entweder mit Shaping erreichen (= erst clickst Du dafür, dass
der Hund zum Körbchen blickt, dann einen Schritt darauf zu macht, dann ganz
hingeht, dann eine Pfote hineinhält, dann dafür, dass er sich reinsetzt,
dann dafür dass er sich hinlegt, dann dafür dass er liegen bleibt etc.)
Das Gleiche lässt sich natürlich auch mit einer Box machen (die Fotos
zeigen nur 3 von vielleicht 30 Shaping-Zwischenschritten!)
Variante 2: Eine andere Möglichkeit ist es, den Hund warten zu lassen (oder
von einem Helfer halten zu lassen) und ihm ein feines Leckerchen zu zeigen. Dieses
legst Du dann auf seinen Platz. Wenn der Hund in Richtung Platz zieht (er will
natürlich zum Leckerli), lässt Du ihn los und er kann hingehen und
sich um das Leckerli kümmern. Nun gehst Du hinterher (Hund nicht erschrecken!)
und gibst ihm jede Menge Leckerlis IM Körbchen. Er soll lernen, dass das
Körbchen DER Ort ist, um jede Menge bester Leckerlis zu bekommen.
In Zukunft gibst Du ihm alle Tischreste und andere Leckerlis, die er eh bekommen
hätte (weiss er ja nicht) nur noch im Körbchen.
Das Körbchen soll zu seinem persönlichen Schlaraffenland werden.
Wenn Du noch ein paar letzte Leckerli übrig hast, gibst Du Dein „Auflösungswort“ („frei“ oder
was Du wählen möchtest) und steckst die Leckerli wieder ein. Der Hund
soll nämlich lernen, dass man im Körbchen tolle Belohnungen kriegt,
aber nicht, dass er rauskommen soll, sobald Du kein Futter mehr hast!
Wie geht es weiter: später gibst Du die Leckerchen nicht mehr direkt eins
nach dem andern, sondern zögerst die Zeit dazwischen immer etwas länger
raus. Also am Anfang so zwei, drei Sekunden bis später hin zu 30 Sekunden.
So dass der Hund es sich am besten in der Zwischenzeit gemütlich macht.
Wenn der Hund nun schon eine Weile bleibt, ohne dass Du dauernd Leckerlis geben
musst, kannst Du nun ein Signal einführen, wenn Du den Hund zum Körbchen
laufen lässt, z.B. "Geh ins Körbchen!"
Nun kannst Du auch beginnen das erste "Lock-Leckerchen" wegzulassen und dafür
aber gleich die Leckerlis apportieren als Belohnung für eine hervorragende
Leistung, wenn der Hund im Körbchen ist!
Übung 5: Handling (Autorin:
Simone)
Ziel: der Hund lässt sich gerne anfassen, bürsten,
untersuchen und hält dabei still.
Für die meisten Hunde ist Körperkontakt nicht etwas, was sie natürlicherweise
mögen und noch weniger, wenn man sie dabei festhält und sie nicht entkommen
können. Caniden verwenden ihre Pfoten eher ihm Spiel oder um Unterwerfung
zu signalisieren, aber sie setzen sie nie so ein, wie wir unsere Vorderpfoten.
Sie sollen also lernen, dass das nur Spass und Leckerlis bringt, wenn an ihnen
herumgetatscht wird.
Wie wird das geübt: Geh sehr langsam vor, achte auf allfällige Beschwichtigungssignale
Deines Hundes, die Dir zeigen, dass er mit der Übung überfordert ist.
Beginne mit dem Berühren einer Körperstelle, wo es für ihn kein
Problem ist (vielleicht die Schulter). Berühr ihn an der Schulter => Click,
Hand weg und Leckerchen geben. Arbeite Dich nun langsam so vor in „kritischere
Bereiche“, wie zum Beispiel hin zu den Pfoten.
Zuerst berührst Du die Körperstelle auch nur ganz kurz, dann zögerst
Du die Zeit ein bisschen raus bis zum Click & Hand weg & Leckerchen.
Mit der Zeit kannst Du dazu übergehen die Pfote erst ein bisschen zu untersuchen,
dann vielleicht sogar ein bisschen am Haar herumzuzupfen bis zum: Click & Hand
weg & Leckerchen.
Arbeite so bis Dein Hund sich wirklich über die Berührung und Untersuchung
jeder Körperstelle freut.
Nun zum Bürsten : ich nehme mal an, dass das bei den meisten Beagles kein
Problem ist, da sie ja nicht Haare haben, die Filzknoten bilden und sie so auch
nicht schon die Erfahrung gemacht haben, dass Bürsten schmerzhaft sein kann.
Aber vielleicht hat jemand noch eine andere Hunderasse zu Hause (solls ja geben )
oder es ist auch beim Beaglechen ein Thema:
Erster Schritt: kaufe eine neue Bürste, mit der der Hund keine schlechte
Verknüpfungen hat und zeige ihm diese, damit er sie untersuchen kann. Click & Leckerchen.
Viele Hunde beissen auch in die Bürste, weil man ihnen nicht gezeigt hat,
was man da an ihren Körper hält.
Lass Deinen Hund sitzen und halte die Bürste kurz an sein Fell (noch nicht
bürsten, evt. sogar mit der Rückseite der Bürste arbeiten, wenn
der Hund wirklich Angst hat) => Click & Bürste weg & Leckerli
geben. Nun arbeitet man sich schrittweise vor: hält die Bürste immer
länger an das Fell, und gibt Click & Bürste weg & Leckerli
solange der Hund noch schön still hält.
Wenn das alles gut geht, beginnt man nun mit dem richtigen Bürsten. Erst
an den Körperstellen an denen ers lieber mag (bei den meisten hinter den
Ohren oder am Nacken) und arbeitet sich dann vor bis zu heikleren Bereichen.
Dafür gibt's wieder: Click & Leckerli. (hier ist es wahrscheinlich nicht
mehr nötig als Belohnung die Bürste wegzunehmen, da der Hund diese
ja schon positiv verknüpft hat)
Wenn auch das gut klappt, schleicht man langsam die Belohnungen aus, bis man
dazu übergehen kann, nur noch ein paar Überraschungsleckerlis während
der Prozedur zu geben und im Anschluss spielt man aber natürlich IMMER Fussball
mit dem wohlerzogenen Hundetier oder gibt ihm ein feines Schweineohr, denn schliesslich
ist einem das ja viel wert, dass er so schön hinhält.
Auf die gleiche Weise kannst Du auch das Krallenschneiden trainieren: erst gibt
es Click & Leckerli dafür, dass der Hund die Anwesenheit der Krallenschere
erträgt, dann dafür, dass er sich die Krallenschere an die Krallen
halten lässt, dann dafür, dass Du vor den krallen ein bisschen rum
schnippelst, dann dafür dass Du eine Kralle schneidest usw. (Achtung: lieber
nicht selber machen, wenn der Hund dunkle Krallen hat und man sich unsicher ist).
Mögliche Schwierigkeiten: ist der Hund an einer Körperstelle besonders
heikel, vielleicht auch weil er schlechte Erfahrung gemacht hat, gehe hier besonders
vorsichtig vor. Beginne einige Zentimeter oberhalb dieser Körperstelle und
arbeite Dich langsam wie folgt vor: Verwende eine Futtertube oder z.B. La Parfait
und lass ihn solange daraus fressen, wie Du die Körperstelle berührst.
Also: Berührung und gleichzeitig Tube hinhalten – keine Berührung mehr
=> sofort auch die Tube weg. Der Hund soll klar die Verknüpfung machen
können: Berührung dieser Körperstelle bringt dieses superfeine
Futter zum Vorschein. Er soll sich am Schluss des Trainings richtig wünschen,
dass Du ihn da berührst.
Übung 6: An lockerer Leine gehen (Autorin:
Simone)
Diese Übung gehört eigentlich auch in die Kategorie
Impulskontrolle, also „Beagle-beherrsche-Dich-dann-kommst-Du-zum-Ziel“.
Wenn ein Hund an der Leine zieht, tut er dies deshalb, weil er gelernt hat, dass
er so am schnellsten zum Ziel kommt. Dies wollen wir nun ändern:
Der Hund soll lernen, dass es an der Leine nur weiter geht, wenn diese locker
durchhängt. Menschen können sich nämlich keinen Millimeter mehr
bewegen, sobald die Leine straff ist. Der Hund muss deshalb dafür sorgen,
dass er immer in der Nähe des Menschen geht, damit er zum Ziel kommt.
Befestigt eine etwa 2 m lange Leine (Hunde ziehen manchmal auch, weil die Leine
einfach zu kurz ist) am Führgeschirr des Hundes und geht los. Sobald der
Hund am Ende der Leine angelangt ist, bleibt ihr wortlos stehn (ganz ruhig, nicht
an der Leine rucken o.a.) und wartet geduldig ab, dass der Hund merkt, dass es
so nicht weitergeht.
Wenn er fragend zurückschaut: „kommst Du oder was?“ clickt ihr und gebt
ein Leckerchen, wenn der Hund es will und geht weiter.
Wechselt oft die Richtung (ohne zu rucken!), damit der Hund aufmerksam bleibt
und auf Euch schaut.
Eine Zusatzübung: Stellt etwa in 15 m Entfernung einen Napf auf den Boden.
Legt ein paar Leckerlis hinein, so dass der Hund hin will. Geht nun zum wartenden
Hund zurück (den ihr vorher angebunden oder einem Helfer gegeben habt) und
geht mit ihm zusammen auf den Napf zu. Wenn der Hund an der Leine zerrt, bleibt
ihr sofort stehen. Wenn der Hund dann zu Euch zurückschaut, clickt ihr,
gebt ihm ein Leckerchen, wenn er es will und geht wieder solange weiter während
er an lockerer Leine geht. Wenn ihr etwa 2m vom Napf entfernt seid und der Hund
an lockerer Leine geht, könnt ihr ihn nun befreien und ihn mit „Nimms“ den
Napf leer fressen lassen (dies deshalb, weil der Hund sonst in der Nähe
des Napfes doch wieder lernen könnte, dass er mit einem Ruck seine Belohnung
kriegen kann. Denn oft reicht kurz vor dem Napf die Leine grad aus, dass der
Hund trotz Zerren noch hin kommt.).
Übung 7: Spring nicht an den Menschen hoch
Ziel: Der Hund soll nicht mehr an Menschen hochspringen,
sondern sich freiwillig hinsetzen, wenn sie auf ihn zukommen.
Hunden macht es leider häufig Spaß, an uns hochzuspringen.

Vielen Menschen macht das auch nichts aus - beziehungsweise,
es macht ihnen nur etwas aus, wenn der Hund schmutzige Pfoten
hat, sie gerade schick angezogen sind, der Hund 50kg wiegt und
der Mensch auch nur 50kg (oder der Hund 50kg und der Mensch 20kg)
oder wenn sie gerade den Arm voll mit Einkäufen haben.
Leider ermutigen viele Menschen den Hund manchmal hochzuspringen und wundern
sich dann, wenn der Hund meint, es sei o.k.
Wenn die Hunde noch klein sind, werden sie gerne nach oben an die Brust genommen
und dort geknuddelt. Sie gewöhnen sich daran, oben zu sein und verstehen
es nicht so ganz, dass sie irgendwann da oben nicht mehr erwünscht sind.
Ein häufiger Fehler von Menschen besteht bei kleinen Hunden auch darin,
dass Leckerchen so hoch gefüttert werden, dass der Hund nach oben kommen
muss, um dran zu kommen. Irgendwann wird dann verknüpft, dass Futter Hochspringen
bedeutet.
Wollt ihr eurem Hund abgewöhnen, dass er hochspringt, muss die GANZE Familie
mitspielen und darf ihn nicht mehr dafür belohnen. Auch Fremde dürfen
den Hund jetzt auf keinen Fall mehr für das Hochspringen belohnen.
In den folgenden Übungen ist es wichtig, dass man wartet, bis der Hund
aus eigenem Antrieb sitzt. Ihr sollt ihn nicht dazu auffordern. Schließlich
soll der Hund ja später auch nicht nur auf Befehl unten bleiben. Ihr belohnt
einfach das Verhalten, das ihr wollt und ignoriert das Verhalten, das ihr nicht
wollt.
Wie wird's gemacht
Übung 1: Der Hund ist an der Leine (nehmt möglichst ein Brustgeschirr
für diese Übung!)und springt bei Fremden nicht hoch
Ihr braucht für diese Übung einen Helfer. Nehmt euren Hund an die
Leine, stellt euch drauf und lasst den Helfer auf euch zugehen. Er soll genau
da stehen bleiben, wo der Hund gerade nicht hochspringen kann und ein sehr
gutes Leckerchen an die Brust halten. Ihr steht einfach auf der Leine und wartet.
Der Hund versucht vermutlich, ein paar Mal hochzuspringen, merkt aber dann,
dass es nicht klappt. Frustriert setzt er sich irgendwann (hoffentlich) hin.
Sobald er sitzt stopft ihr ihm ein Leckerchen ins Maul. Die Clickerer können
das natürlich clicken! Wisst ihr noch wie und wo ihr dann clicken müsst?
Wenn euer Hund sitzt, lockert eventuell die Leine, so dass kein Zug darauf
ist. Er soll aus eigenem Antrieb sitzen und nicht, weil ihr ihn haltet.
Wiederholt diese Übung. Meistens lernen die Hunde schnell, dass sie sich
hinsetzen sollen, wenn der Helfer kommt.
Wichtig ist jetzt auch, dass der Hund sitzen bleibt, wenn der Helfer ihm das
Leckerchen gibt. Schießt euer Hund dazu nach vorne oder nach oben, dann
soll der Helfer einfach "schade" sagen und die Hand wieder zurückziehen.
Wenn der Hund wieder freiwillig sitzt, kommt die Hand mit dem Leckerchen wieder.
Habt Geduld! Es kann sein, dass ihr dazu eine Weile üben müsst, aber
irgendwann bleibt euer Hund sitzen, wenn ihr ihm das Leckerchen gebt.
Es ist ein Unterschied, ob der Helfer oder ob ihr ihm das Leckerchen gebt.
Wenn der Helfer füttert, schaut der Hund später eher auf die fremden
Menschen, wenn ihr selbst füttert, eher auf euch.
Übt das mit so viel Menschen wie möglich. Übt es in vielen Situationen.
Werft Fremden, die euren Hund streicheln wollen, ein Leckerchen zu und lasst
ihn die Übung machen. Ihr werdet euch wundern, wie schön es ist, wenn
euer Hund sich einfach hinsetzt, wenn Fremde kommen.
Übung 2: Der Hund ist an der Leine und springt bei euch
nicht hoch
Damit ihr auch alleine ohne Helfer üben könnt, gibt es die Möglichkeit,
Hundi an einen festen Gegenstand zu binden (nehmt möglichst ein Brustgeschirr
für diese Übung!). Geht so gute 10m weg und danach zurück auf
euren Hund zu. Wartet bis er sich setzt. Bleibt er sitzen, geht ihr weiter,
steht er auf, bleibt ihr stehen. Die Belohnung ist hier, dass ihr näher
kommt.
Auch hier sollt ihr keinen Befehl geben. Der Hund entscheidet selbst, dass
Sitz das geeignete Verhalten ist, um die Belohnung zu bekommen. Wenn ihr am
Ende das Leckerchen füttert, bleibt ruhig. Macht in dem Fall keinen Freudentanz
und zieht ihn damit wieder hoch. Lasst ihn bis zum Füttern sitzen und
löst dann die Übung ruhig auf.
Probleme: Wenn das einfache Stehen bleiben für das Hinsetzen
nicht genügt, könnt ihr dem Hund, wenn er aufsteht, auch den Rücken
zukehren oder sogar einen Schritt wieder weg von ihm machen. Das kann das Hinsetzen
durchaus beschleunigen. Es wirkt als Strafe.
8. Spielend lernen II - Beutetausch mit zwei Objekten
 Ziel: Der Hund soll über 2 Spielsachen lernen, jeweils
eins auszuspucken, um das andere zu bekommen. Weiterführend lässt
sich darüber auch "Aus" und das Vorsitzen einüben.
Was braucht ihr?
Ihr braucht 2 Spielsachen, die euer
Hund möglichst gleichwertig mag. Wie wirds gespielt?
Werft eins der Spielzeuge, so, dass euer Hund es
sehen kann (für Welpen noch näher). Wenn der Hund kein Interesse
daran hat, dann tut ihr selbst so, als fändet ihr es oberspannend.
Quietscht. Bewegt es, lasst es verschwinden, wieder auftauchen,
zappeln (denkt dran: die Beute flieht immer vor dem Hund - Mäuse,
die auf Hunde zulaufen, sind den Hunden vermutlich suspekt ;-).
irgendwann kommt vermutlich der Moment, wo euer
Hund mit dem Spielzeug anfängt zu spielen. Wenn er es nun aufnimmt,
kommt das zweite Spielzeug zum Zug. Geht damit ein bisschen vom
Hund weg, ruft ihn mit seinem Namen und "komm" und macht das Spielzeug
so interessant, dass er zu euch rennt. Jetzt Achtung! Das zweite
Spielzeug gibt es erst, wenn der Hund das erste fallen lässt.
Tut er das nicht, könnt ihr das Spielzeug 2 noch
in Bewegung halten, indem ihr es in die Luft werft oder es bisschen
auf dem Boden zappeln lasst. Es muss interessanter sein als das
Spielzeug, was der Hund gerade hat. In dem Moment, wo euer Hund
das erste Spielzeug fallen lässt, fliegt das zweite. Ihr könnt
in Ruhe das erste aufsammeln und weiter spielen. Die Hunde kriegen
schnell heraus, wie die Spielregeln sind.
Wie geht es weiter?
Ihr könnt kurz bevor der Hund das Spielzeug
ausspuckt, ein "Aus" einführen. Dann lernt der Hund, dass "Aus"
Ausspucken bedeutet. Später könnt ihr auch einführen, dass der
Hund sich hinsetzen muss, bevor das 2. Spielzeug wieder fliegt.
Nicht als Unterordnung, sondern es soll ihm Spaß machen, das herauszubekommen.
Ihr spielt ja gerade. Später könnt ihr auch noch einführen, dass
sich der Hund hinsetzt, wenn er das Spielzeug zu euch bringt. Macht
nicht zu viel auf einmal. Aber oft bietet es sich an, diese Fertigkeiten
so nebenbei zu erarbeiten.
9. Tricks: Stubbs für die Sportlerhunde

Im letzten Level habt ihr gelernt, wie ihr eurem
Hund beibringen könnt, dass er einen Gegenstand anstubbst. Für
die Hunde, die sich schon Sportschuhe und ein Tricot gekauft haben,
könnt ihr mit dieser Technik nun endlich anfangen, sie für die
nächste Hundeweltmeisterschaft auszubilden. Ihr werdet sehen, diese
Übung macht vielen Hunden riesig Spaß! Und nebenbei ist sie ausgesprochen
gelenkeschonend und damit auch für alte oder sonst wie beeinträchtigte
Hunde sehr geignet.
Ziel
Euer Hund soll einen Ball mit der Nase kicken
und ihn abschließend ins Tor schießen.
Wie wirds gemacht?
Klemmt euch einen nicht zu kleinen Plastikball zwischen
die Füße oder haltet ihn erst einmal mit der Hand. Belohnt zuerst
jedes Stubbs, was euer kleiner Fussballfreak anbietet. Hat er das
kapiert, werden die Regeln strenger. Haltet den Ball immer fest!
Belohnt jetzt, wenn der Hund unten am Ball stubbst. Wir üben zuerst
das Tor-Schießen. Belohnt schließlich das Stubbs, was unten ansetzt
und den Ball nach oben stößt. Haltet den Ball immer fest.
Baut jetzt ein Tor aus einem Stuhl. Setzt den Ball
ganz nah ans Tor. Lasst euren Fussballer wieder Stubbs in Richtung
Tor machen. Wenn das klappt, lasst ihr den Ball los, so dass er
ins Tor fliegt (rollt). Fliegt wäre schöner - das müsst ihr gleich
am Anfang beim Belohnen gut beobachten. Übt das eine Weile.
Erst jetzt fangt ihr an, euren Michael Ballack oder
Bastian Schweinsteiger (bzw. eher Hundesteiger) dafür zu belohnen,
dass er einen frei rollenden Ball mit der Nase stubbst. Klappt
das, setzt ihr die Übung zusammen. Belohnt dafür, dass euer Hund
in Richtung Tor stubbst. Haltet vor dem Tor den Ball noch fest
und lasst ihn dann den Ball von unten nach oben anstubbsen, so
dass er ins Tor fliegt.

Evlt. Probleme
Aus leidvoller Erfahrung warne ich euch davor, dass
ihr euren Hund in den Ball reinbeißen lasst - die Dinger machen
schnell pfffffffff.... und werden dann etwas schlaff.... nicht,
dass Junghunde dann damit keinen Spaß hätten....
Belohnt so schnell, dass der Hund das Maul gar nicht
aufmacht. Verwendet ein "Ja" oder einen Click und markiert den
richtigen Stubbspunkt für den Hund.
Ihr könnt natürlich auch üben, dass der Hund den
Ball mit den Pfoten rollt und ihn dann mit einem Nasenstubbs ins
Tor schießt. Das liegt an eurem Hund. Probiert aus, was er lieber
mag.
Abschluss -Test für Level 2
Sucht euch jemand, der euch objektiv die "Prüfung" abnimmt
und verhindert, dass ihr mogelt. Es bringt gar nichts, in den nächsten
Level zu gehen, wenn ihr Level 2 nicht wirklich schafft. Sonst
fehlt immer das Grundwissen.
Ihr könnt drin oder draußen in gewohnter ruhiger Umgebung üben.
Ablenkung wird erst in fortgeschrittenen Levels geübt!
Wer Level 2 geschafft hat, kann in den Level 3 gehen.
1. Komm. Stellt euch mit einem Helfer im Abstand von ca. 20m
auf und ruft euren Hund 10x hin und her (jeder Helfer ruft 5x). Der Hund soll
ohne Zögern wenden und zum Rufenden zurückrennen. Der Hund muss soweit
herankommen, dass man ihn halten könnte ohne sich zu bewegen.
2. Umrunden. Der Hund umrundet einen Gegenstand mit nicht
mehr als zwei Befehlen. Ihr steht ca. 2m entfernt.
3. Platz. Der Hund legt sich vom Sitz mit einem Befehl ins
Platz. Bevor ihr den Befehl gebt, könnt ihr den Namen des Hundes nennen,
damit er aufmerksam wird.
4. Platz bleib. Der Hund legt sich hin und bleibt, bis ihr
ca. 20m weg und zurück gegangen seid. Eventuell kann ein Helfer den Hund
daran erinnern, dass er liegen bleiben soll.
5. Geh auf deinen Platz. Ihr schickt euren Hund aus der Entfernung
von 3-5m auf seinen Platz.
6. Handling. Berührt die Ohren, die Rute und die Füße
eures Hundes. Ihr könnt das auf dem Tisch oder auf dem Boden machen. Euer
Hund sollte sich dabei aber nur minimal wehren.
7. Sitz. Der Hund setzt sich aus dem Stand mit nur einem Befehl.
Bevor ihr den Befehl gebt, könnt ihr den Namen des Hundes nennen, damit
er aufmerksam wird.
8. Sitz bleib. Der Hund setzt sich hin und bleibt, bis ihr
ca. 20m weg und zurück gegangen seid. Eventuell kann ein Helfer den Hund
daran erinnern, dass er liegen bleiben soll.
9. Target. Ihr haltet eurem Hund ein Target hin und er soll
es auf 1 Befehl hin (z.B. Stubbs) am Ende anstoßen. Die Präsentation
des Stabes ist natürlich ein zweiter Befehl (lässt sich nicht vermeiden).
10. Trick. Der Hund zeigt irgendeinen Trick,
der auch ganz leicht sein kann.
11. Aufmerksamkeit. Der Hund schaut in das
Gesicht von euch und hält den Augenkontakt für 10sec. (Körperkontakt
ist dabei nicht erlaubt)
12. Impulskontrolle. Ihr legt ein Leckerchen in eure Hand,
haltet es vor den Hund. Er darf es 5 sec. lang nicht nehmen. Danach legt
ihr das Leckerchen auf einen Stuhl oder die Couch und der Hund darf es 10sec.
nicht nehmen. Ihr dürft das Leckerchen nicht bewachen in dieser Zeit. Ziel ist,
dass das Leckerchen auf der Höhe der Nase präsentiert wird.
13. Leinenführigkeit. Der Hund geht 20 m an lockerer
Leine geradeaus trotz kleiner Ablenkung.
14. Spielen. Spielt mit eurem Hund eine Runde. Probiert,
ob ihr die Übung mit den 2 Bällen schafft, d.h. euer Hund soll
die Beute immer ausspucken, wenn er sie zu euch zurückbringt. Dafür
bekommt er die zweite Beute.
15. Fußball. Baut euch ein Tor. Legt den Ball 5m
vor das Tor und lasst euren Hund den Ball hineinrollen bzw. hineinschießen.
Wenn euer Hund den Ball nur irgendwie hineinstubbs, dann habt ihr
für diesen Level genug geschafft.
Wenn
ihr es geschafft habt: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum zweiten Level!
Wenn nicht, ist es auch egal - probiert es einfach in einer Woche wieder. Ist
doch egal, wann man es schafft...
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