Übung 1: Impulskontrolle II - mit lockerer Leine zu einem
Leckerchen
Diese Übung verlangt von euch am Anfang vielleicht viel
Durchhaltekraft, aber es lohnt sich!
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Ziel ist es, dass ihr mit eurem Hund an der Leine
auf ein gut riechendes Leckerchen zugehen könnt, ohne dass ihr im Schlepptau hinterhergewirbelt werdet.
Wie geht es?
Ihr nehmt irgendeine Startlinie (eine Türschwelle, eine Linie in den Sand
gemalt, usw.) Euer Hund ist an der Leine. Im Abstand von ca. 10m legt ihr ein
gutes, nicht zu kleines Leckerchen hin.
Ihr startet. Sobald der Hund an der Leine zieht, kehrt ihr um (sagt vielleicht
ruhig "oh, schaaade" und fangt ganz vorne bei der Startlinie von vorne an. Es
kann durchaus eine viertel Stunde dauern, bis ihr es bis vorne zum Leckerchen
schafft. Es kann auch gut sein, dass euer Hund euch in dieser Zeit umbringen
will (gerade Beagles finden diese Übung nicht schön - wirklich gar
nicht!). Aber ihr haltet durch.
Passt auf, dass euer Hund nicht auf den letzten 2m doch nach vorne schießt
(auch, wenn ihr die Übung vielleicht gerne selbst geschafft hättet,
weil das ewige Zurückgehen frustrierend ist...). Der Hund soll möglichst
bis zum Schluss an lockerer Leine gehen und das Leckerchen ruhig nehmen.
Wenn ihr das schafft, dann hat auch euer Hund viel gelernt und kann sich kontrollieren.
Im Grunde unterstützt diese Übung auch die Übung, dass der Hund
an lockerer Leine spazieren geht.
Und wenn ihr mehrere Hunde habt, die alle meinen, dass sie eigentlich auch
dran wären, dann lohnt es sich, wenn man die Platzübung
schon geübt hat:
Übung 2: Aufmerksamkeit II: Ich hab eine Beute gefunden!!!!
Diese Idee zur Aufmerksamkeit habe ich bei Ekard Lind in diesem
Buch gefunden:
http://www.ichundhund.de/buch.htm#menschhundharmonie
Ziel ist es, dass der Hund beim Spazierengehen mehr auf euch achtet. In den meisten
Fällen sind wir Menschen für Hunde stinkelangweilig. Wir latschen so
vor uns hin und bieten einfach keinerlei Unterhaltung. Manchen Hunden ist das
egal und sie latschen irgendwann auch so nebenher. Der Beagle ist da meist kreativer
und beschäftigt sich selbst. Warum zum Menschen schauen, wenn da eh nichts
passiert????? See you later... Ich finde, dass Beagles besonders lange geradeaus
laufen können, ohne sich umzuschauen... ach, das kennt ihr nicht? Na, dann
könnt ihr diese Übung überspringen.
Wie geht es?
Das ist eine Übung, die man besser draußen während des Spaziergangs übt.
Wenn ihr einen Hund habt, der gerne voraus trabt und sich nicht umschaut, geht
es besonders leicht. Ihr lasst einfach ein riechendes, gutes Leckerchen fallen
und stellt euch nun davor, als hättet ihr einen riesigen Schatz gefunden.
Tut so, als würdet ihr wie ein Hund danach schnüffeln und bleibt in
Spannung. Seid ihr überzeugend, kommt euer Hund sicher irgendwann (...)
zurück, um zu schauen, was da so spannend ist. Natürlich lasst ihr
den Hund das Leckerchen fressen
Wenn euer Hund euch ignoriert, dann könnt ihr auch ein Geräusch machen "boaaaaaahhhhhhhhhhh....
was ist das denn?????? boaaaaaaaaaahhhh ein riiiiiiiiiiiiiiesen Fundstück!!!!!!!" (Man
beachte das ausdrucksstarke Foto!!!!)

Vielleicht guckt euer Hund dann doch mal rüber und findet VOR EUCH (Gott
sind Menschen dumm) den Schatz. Hat es einmal geklappt,, klappt es danach sicher
besser.
Ihr könnt auch ein paar Leckerchen hintereinander fallen lassen und eins
nach dem anderen suchen (und leider nie finden, weil das ja der Hund machen soll).
'Tolles Spiel. Ob ich mich mal umgucken sollte? Ob sie wieder das Spiel macht??'
Mit der Zeit werden die Hunde schlauer und gehen schon gar nicht mehr so weit
weg. Damit wird es für uns Menschen natürlich auch schwieriger, das
Leckerchen diskret fallen zu lassen. Eventuell wohnt ihr so, dass ihr schon vorher
mal ohne Hund ein paar fallen lassen könnt. Bei uns in der Stadt würden
die sofort weggefressen. Vielleicht habt ihr auch eine zweite Person, die Leckerchen
fallen lassen kann. Seid einfach ein bisschen kreativ und versucht, euren Hund
auszutricksen. Ihr werdet mit der Zeit beide fitter :-)
Wie geht es weiter?
Macht das Spiel einfach immer wieder mal, wenn ihr Lust dazu habt - oder, wenn
ihr merkt, dass euer Hund wenig auf euch schaut und euch langweilig findet. Ihr
müsst euch vorstellen, ob IHR euch umschauen würdet, wenn ihr euch
als Begleiter hättet... Macht die Abstände mit der Zeit auch mal größer,
so dass euer Hund weit zurück kommen muss. Für einen Schatz kommt er
schnell. Kommt er nicht schnell, dann habt ihr keinen Schatz (zumindest aus seiner
Sicht nicht). Wenn ihr so tut, als wolltet ihr den Schatz auch unbedingt finden,
wirkt das auf viele Hunde sehr motivierend. Bei ängstlicheren Hunden solltet
ihr euch eher zurückhalten, damit sie sich nicht zurückziehen.
Übung 3: Komm II - Nun auch mit Ablenkung
Ziel: Der Hund soll aus einer Entfernung von 40m auf nur einen
Befehl durch herumlaufende Menschen zurückgerufen werden können.
Es reicht, wenn euer Hund kommt. Ein Vorsitzen ist nicht notwendig.
Wie geht es
Komm soll nun zunehmend unter Ablenkung funktionieren. Schließlich habt
ihr selten Bedingungen, wo der Hund nichts zu tun hat, als zu euch zu kommen.
Ihr müsst ihn überzeugen, dass das Kommen auch gut ist, wenn andere
Hunde zum Spielen da sind, wenn irgendwo ein Komposthaufen steht, wenn irgendwo
eine Bäckertüte liegt, wenn ein Kiosk in der Nähe ist, wenn ein
Hase seinen Weg kreuzt, wenn andere Hunde wo gefüttert werden, usw.
Fangt an einem Platz an, wo ihr ihn gewöhnlich ruft (und er auch gewöhnlich
kommt). Fangt mit einem Helfer an. Die Person steht "lalala" so herum und schaut
in den Himmel (der Hund sah das schon in dem Komm-Spiel und es bedeutet "du kannst
es dir sparen, mit mir zu kommunizieren - dein Frauchen oder Herrchen zahlt gerade
für einen Besuch"). Wenn euer Hund kommt clickt ihr und füttert euer
Leckerchen (oder ihr füttert es ohne Click). Genau wie in dem Komm-Spiel.
Tut dies ein paar Mal, um ihn zu erinnern, wie das Spiel ging.
In der nächsten Stufe kann die Hilfperson den Hund ein wenig streicheln
und mit ihm sprechen, um ihn abzulenken. Doch in dem Moment, wo der Hund gerufen
wird, stoppt jede Interaktion. Kommt der Hund clickt die Bewegung auf euch zu
- wenn ihr nicht clickt, belohnt den Hund bei euch mit einem Leckerchen.
Wie geht es weiter?
Übt mit immer mehr Menschen um euch herum. Sie sollen aber nichts mit dem
Hund machen. Macht die Abstände mal näher, mal weiter und arbeitet
euch auf 40 Schritte vor. Steigert die Ablenkung nur langsam. Hat euer Hund zu
oft Erfolg beim Weglaufen, wird er tendenziell auch in Zukunft entscheiden, ob
er kommt oder nicht.
Kommt euer Hund nicht, habt ihr vielleicht zu viel gefordert. Vielleicht war
die Ablenkung auch stärker als das Interesse an euch. Denkt daran, dass
IHR immer interessanter sein müsst, als die anderen Reize. Hüpft, quiekt,
klatscht, versteckt einen Ball, den ihr dann werft, füttert zwischendurch
geniale selbstgebackene Leckerchen - das Kommen zu euch muss IMMER ein Fest sein.
Übung
4: Leinenführigkeit II
Um was geht es jetzt: In diesem Level bauen wir darauf auf, dass
der Hund bereits begonnen hat zu lernen, dass er nur an sein Ziel kommt, wenn
die Leine locker bleibt.
Es geht weiter voran: Bisher haben wir als Ablenkung einen Futternapf verwendet.
Nun könnt ihr langsam die Ablenkung steigern. Zum Beispiel nehmt ihr einen
Helfer, der etwa in einiger Entfernung steht und zu dem Euer Hund hin will. Zu
Beginn soll der Helfer noch ganz ruhig stehen, später kann er zum Beispiel
in die Hocke gehen, ein bisschen herumjoggen etc.
Denkt einfach daran, die Ablenkung langsam zu steigern. Es soll für den
Hund nicht lachhaft einfach sein, aber auch nicht so schwer, dass er sich unmöglich
beherrschen kann.
So übt ihr: Geht wieder so vor wie in Level 2: so lange der Hund an lockerer
Leine geht, geht auch ihr vorwärts und der Hund kommt immer näher an
sein Ziel. Wenn er jedoch zu zerren beginnt, könnt ihr Euch leider keinen
Millimeter mehr nach vorne bewegen. Sobald der Hund zu Euch zurückschaut,
clickt ihr und gebt ihm die Belohnung, wenn er will oder geht direkt weiter (wenn
ihm das wichtiger ist, was gut möglich ist).
Training im Alltag: Freut Euch über jede Alltagssituation, in der der Hund
unbedingt irgendwo hinzerren will - hier habt ihr die perfekte Chance zu üben!
Wenn es etwas ist, wo der Hund prinzipiell hin darf, verfährt ihr genau
wie oben beschrieben (Gehen bei lockerer Leine, sonst sofort anhalten).
Wenn es aber mal etwas ist, wo der Hund nicht hin darf, gebt ihr ihm einfach
eine tolle Belohnung dafür, dass er sich zu Euch orientiert hat.
Hartnäckige Fälle: manchmal ist es nötig, nicht nur stehenzubleiben,
sondern auch wieder ein paar Schritte zurück (also in die vom Zielort entgegengesetzte
Richtung) zu machen. Aber Achtung: macht nicht Rechtsumkehrt wie ein Soldat -
der Hund soll nicht an der Leine geruckt werden. Dies ist erstens sehr ungesund
(für Euch beide) und zweitens lernt der Hund nichts dadurch. Der Hund soll
wirklich selber lernen sich an der Leine zu kontrollieren und nicht einfach mechanisch
kontrolliert werden!
Übung 5: Auf den Weg
Worum geht es: Welcher Beaglehalter kennt das nicht: Beagle gerät
ins Schnüffeln und dabei immer weiter vom Weg ab. Da es hier
schnell passieren kann, dass das Tier ausser Kontrolle gerät,
ist es äusserst nützlich ein Signal zu haben, welches
dem Hund sagt: „komm zurück auf den Weg!“
So geht ihr vor: Spaziert irgendwo, wo es einen deutlichen Unterschied zwischen
dem Weg und der angrenzenden Fläche gibt. Zum Beispiel auf einem Schotterweg
neben einer Wiese. Sobald Euer Hund nun den Weg verlassen hat und auf der Wiese
ist, sagt ihr Euer Signal „Auf den Weg“ (oder „Raus da“, „wir gehen hier“ etc.,
was ihr wählen möchtet) und werft gut sichtbar ein Leckerli auf den
Weg. Am idealsten sind Leckerlis, die noch ein Stück weit rollen, so dass
der Hund wirklich deutlich wieder auf dem Weg ist und auch grad noch Spass daran
hat, wieder auf dem Weg zu sein (rollende Leckerlis zu fangen, können nur
ganz hartgesottene Beagles widerrstehen:-)).
Mögliche Schwierigkeiten: Wenn mein Hund schnüffelt, reagiert er nicht
auf mein Signal!
Versuche den Hund vorher auf Dich aufmerksam zu machen, indem Du in die Hände
klatscht, mit der Zunge schnalzt etc. Wenn er dann halbwegs wieder zuhören
kann, gib Dein Signal und zeige ihm ruhig das Leckerchen (etwas besonders Gutes,
herrlich Duftendes) und wirf es mit einer theatralischen Bewegung vor Dir auf
den Weg.
Übung 6: Sitz und Sitz Bleib Ziel dieser Übung: a) Euer Hund setzt sich auf 1 Zeichen
(Wort oder Körpersignal) und b) bleibt sitzen, so dass ihr
20 Schritte weg und c) 1x um ihn herum gehen könnt.
Wahrscheinlich haben viele von euch schon geübt, dass euer Hund sich nicht
nur hinsetzt, sondern auch sitzen bleibt. Wenn ihr schon so weit seid, könnt
ihr den Test abwarten und ausprobieren, ob ihr schon genug könnt.
Wie gehts?
zu a) Der Hund setzt sich auf nur 1 Zeichen.
Wenn ihr ein Wortsignal (vermutlich "Sitz") geben wollt, solltet ihr das vor
dem gewohnten Handzeichen tun. Ihr sagt also "Sitz" und gebt direkt danach das
Handzeichen. Mit Glück sitzt dann euer Hund - sonst geht für diese Übung
zurück in Level 1 und übt auf dieser Stufe weiter. Übt diese Kombination
mit Wort und Zeichen immer weiter. Vielleicht 5x hintereinander. Lasst dann bei
2 mittleren Durchführungen (von den 5x) das Handzeichen weg. Wenn sich der
Hund trotzdem setzt, macht weiter so mit dem Ausdünnen der Handbewegung.
Wenn es nicht klappt, gebt Wort und Handbewegung wieder häufiger hintereinander.
Bei meinen Beagles ist es sehr von der Tagesform und den Umständen abhängig,
wie schnell und ob sie sich hinsetzen. Meist sehen sie wenig Sinn in dieser Übung
und finden es auch langweilig. Vielleicht geht es euch besser.
Wichtig: Wenn der Hund nicht mehr sitzen soll, dann gebt ihm klar ein Zeichen
wie o.k. oder "fertig". Er soll nicht selber entscheiden, wann das "Sitz" beendet
ist. Macht danach ein fetziges Spiel. Langes Sitzen ist gerade für jüngere
Hunde sehr anstrengend! Denkt an eure Schulzeit, wie lange es da manchmal wurde,
auf dem Stuhl zu sitzen. Einfach nur sitzen ist für viele Hunde sicher ähnlich
spannend wie für viele Menschen Chemieunterricht...
zu b) Ihr lasst euren Hund "Sitz" machen und gebt ihm über ein Handzeichen
zu verstehen, dass er bleiben soll (flache Hand senkrecht in seine Richtung bewegen).
Wenn er während der Übung aufsteht, lasst ihr ihn einfach wieder sitzen.
Bleibt freundlich und denkt dran, dass euer Hund ein Freund und kein Befehlsempfänger
ist ;-)
Macht jetzt einen leichten Wiegeschritt ohne die Beine zu bewegen. Ihr bewegt
nur ganz leicht das Gewicht nach hinten. Wenn euer Hund dann sitzen bleibt, gebt
ihm im Sitz! ganz ruhig ohne Click und alles ein Leckerchen (Click ist für
Ruheübungen umstritten, weil er den Hund ziemlich hochpuscht). Macht wieder
einen Wiegeschritt und wiederholt das ein paar Mal, bis der Hund entspannt sitzt
und seine Leckerchen frisst. Wenn er aufsteht, egal, lasst ihn wieder sitzen
und macht weiter. Bewegt ein Bein nach hinten und dann wieder nach vorne. Gewöhnt
den Hund daran, dass ihr immer wieder kommt und er den Happen ins Maul gesteckt
bekommt. Je ruhiger ihr die Schaukelbewegungen macht, desto eher bleibt er sitzen.
Bei manchen Hunden muss man am Anfang fast schleichen.
Macht mit der Zeit immer mehr Schritte nach hinten (wie viel müsst ihr ausprobieren,
aber macht immer nur so viel, dass ihr den Hund nicht überfordert). Arbeitet
euch auf so 20 Schritte voran.
Nächste Stufe: Ihr steht wieder vor eurem "Sitz"-Hund. Jetzt bewegt ihr
euch auch leicht seitlich (immer so, dass der Hund euch noch aus den Augenwinkeln
sehen kann) - der Ablauf geht genauso wie beim gerade weggehen. Aber vielleicht
könnt ihr die Schritte schon etwas größer machen. Ihr könnt
später auch mal von rechts nach links gehen.
Nächste Stufe: Ihr steht wieder vor eurem "Sitz"-Hund. Ihr dreht euch rum,
so dass ihr mit dem Rücken vor dem Hund steht. Dreht euch wieder zurück
und belohnt fürs Sitzen. Wenn der Hund mit euch aufsteht, setzt ihn wieder
freundlich hin. Er kennt das Spiel noch nicht. Fangt nun an und geht immer mehr
Schritte weg, bis ihr auf 20 Schritten seid.
zu c) Die Schaukelbewegungen dehnt ihr jetzt aus und fangt gaaanz vorsichtig
an, euch aus dem Blickfeld des Hundes zu bewegen. Der schwierigste Schritt ist
der, der genau aus dem Blickfeld herausgeht. Ihr bewegt euch nun um den Hund
herum. Geht nur so weit, wie es der Hund schafft und geht den selben Weg zurück,
um das Leckerchen zu geben. Also erstmal vielleicht 40 Grad, dann 43 Grad, dann
46 Grad, dann 48 Grad, dann 58 Grad, dann 70 Grad usw. Irgendwann schafft ihr
dann den ganzen Kreis.
Übung 7: Platz und Platz Bleib
Ziel: Euer Hund legt sich auf 1 Signal hin. Außerdem bleibt
er liegen, so dass ihr ca. 20 Schritte weggehen und einmal um ihn
herumgehen könnt.
Wie geht es? Platz und Platz bleib wird genau so geübt wie Sitz und Sitz
bleib. Damit ihr daran denkt, beides zu üben, habe ich einen extra Thread
dafür gemacht. Übt auch hier, 20 Schritte weggehen zu können und
um den Hund herumzulaufen.
Platz ist für viele Hunde (besonders impulsive Hunde) eine stabilere Position
als das Sitz, d.h. ihr habt mehr Sicherheit, dass euer Hund bleibt.
Ängstliche Hunde meiden das Platz häufig, weil sie in dieser Stellung
wenig Überblick und Kontrolle haben. Bei ehemaligen Laborbeagles könnte
es unter Umständen im Sitz sicherer sein. Ihr seht es im Grunde schnell,
wenn ihr euren Hund beobachtet: legt er sich eher hin oder sitzt er meistens?
Bei der schwächeren Position könnt ihr euch für das Training bei
Rita ein virtuelles Säckchen Geduld abholen.
Übung 8: Front
 Ziel: Der Hund soll vor euch möglichst gerade + nah stehen.
Optional kann er sitzen. Eine exakte Position wird aber noch nicht
verlangt.
Wie geht es?
Ladet euch folgendes Diagramm aus dem Internet runter:
http://www.dragonflyllama.com/%20DOGS/Levels/LevelForms/FrontRay.pdf
Stellt euch vor, dass das Diagramm FrontRay.pdf vor euch auf dem Boden liegt.
Ihr könnt es auch evtl. auf den Boden malen (Kreide), es mit Klebeband
aufkleben oder es in den Erd-/Sandboden kratzen. Die Linien sind nicht für
den Hund gedacht, sondern für euch. So seht ihr leichter, wann euer Hund
eine Bewegung gemacht hat, die ihr belohnen (clicken) sollt oder nicht. Ihr
steht da, wo, alle Linien zusammenlaufen und schaut quasi auf das V (Punkt
C). Füttert euren Hund mit ein paar schnellen Leckerchen an und stellt
euch dann mit lockeren Armen hin. Euer Blick geht nach vorne (nicht nach dem
Hund schauen! Er soll sich bewegen, um euch anzuschauen).
Werft ein Leckerchen irgendwo hinter euch. Der Hund läuft und holt es
(hoffentlich...). Dann kommt er zurück, um zu schauen, ob es noch mehr
gibt (die Übung kennt ihr schon). Wenn er IRGENDWO VOR der A-Linie steht,
belohnt ihn (Click und Belohnung, oder nur ein Leckerchen). Gebt das Leckerchen
von eurer Hand und werft wieder eins nach hinten. In dieser Phase ist kein
Augenkontakt gefordert. Freut euch, wenn euer Hund die A-Linie überschreitet
und macht weiter.
Wenn ihr das so 20x oder 30x oder 50x gemacht habt - wenn er ohne Trödeln
zu euch nach vorne kommt und nicht dabei noch nach Nachbars Komposthaufen schielt
- könnt ihr von den A-Linien zu den B-Linien wechseln.
Jetzt soll euer Hund innerhalb der beiden B-Linien stehen und euch auch anschauen.
Am Ende soll ein Körperteil auch die C-Linie berühren. Das genügt
für diese Stufe.
Die Zeichnung, die ihr heruntergeladen habt, soll euch helfen, den Hund allmählich
in die richtige Position zu bringen.
Für die ganze Übung braucht ihr auch noch das andere .pdf:
http://www.dragonflyllama.com/%20DOGS/Levels/LevelForms/Bullseye.pdf
Hier geht es jetzt darum, dass ihr euren Hund immer näher zu euch bringt.
Fangt an, indem ihr für Blickkontakt belohnt (clickt). Werft das Leckerchen
die ersten Male nach vorne, später auch weiter weg. Der Hund sollte sich
immer mehr der C Linie nähern. Fangt an, dass ihr belohnt, wenn die A-Linie
berührt wird und arbeitet euch langsam zur Linie C vor.
Am Ende kombiniert ihr die Position, dass der Hund vor euch steht mit der Nähe.
Schwuppdiwupp seid ihr fertig für den Test.
Übung 9: Nasenarbeit I: Such das Leckerchen unter dem Waschlappen
Worum geht es: Aufgaben, bei denen der Hund seinen hervorragend
ausgebildeten Geruchssinn einsetzen kann, machen dem Hund besonders
viel Spass und tragen dazu bei, ihn auch mental auzulasten.
In einem ersten Schritt geht es nun darum, dass der Hund ein Hörzeichen
lernt für das „Suchen“. Das Suchen an sich kann er natürlich schon,
es geht jetzt darum, dass wir ihm mit einem Signal verständlich machen können,
wann er seine Nase einsetzen und später auch was er suchen soll.
Ziel: Der Hund findet ein Leckerli, welches unter einem Waschlappen versteckt
ist.
=> Übungsaufbau in Anlehnung an Sue Ailsby's Übung "Scenting"
Erster Schritt: Zeige Deinem Hund ein fein duftendes Leckerli. Lege den Waschlappen
auf den Boden und das Leckerli daneben. Lass den Hund das Leckerli nehmen „Nimms“.
Wiederhole dies 2-3x damit der Hund weiss, dass es jetzt um eine Übung geht,
wo er das Leckerli haben kann.

(man sieht das braune Leckerli auf dem gleichfarbigen Boden nicht so gut, deshalb
hab ich es rot umrundet - aber eigentlich erkennt man den "Aufenthaltsort" an
Millies Blickrichtung;-))
Lege nun das Leckerli unter eine Ecke des Waschlappens, so dass der Hund ganz
leicht rankommen kann und lass es ihn wieder nehmen.

Als nächster Schritt legst Du das Leckerli mitten unter den Waschlappen.

Lucky von Christine
Wenn er es problemlos unter dem Waschlappen hervorgräbt, kannst Du den Hund
sitzen und warten lassen bevor Du das Leckerli unter den Waschlappen legst. Lass
ihn nun mit dem Signal „Finde es!“ (oder was Du sonst verwenden möchtest)
starten.
Hinweis: vielleicht erscheint das Ganze etwas zu umständlich und sicher
hat es einige Hunde, die gleich das unter dem Waschlappen versteckte Leckerli
suchen würde. Ich habe jedoch beide Vorgehensweisen (den oben beschriebenen
Aufbau und die direkte Vorgehensweise) mit je einer meiner Hündinnen ausprobiert
und muss sagen, dass sich der schrittweise Aufbau wirklich lohnt. Auch Übungen,
die in unseren Augen sehr einfach erscheinen, sind es manchmal für den Hund
nicht. UND: mal machen wir Impulskontrolle, wo der Hund sich beherrschen und
das Leckerli nicht nehmen soll und ein anderes Mal wieder eine Übung bei
der der Hund das Leckerli nehmen darf.
Also lieber kleinere Schritte machen, so dass der Hund immer weiss, was er machen
soll und so nicht gefrustet wird.
Übung 10: Apportieren I: Nimms
Die folgenden Vorschläge habe ich in dem Buch "The Clicked
Retriever" von Lana Mitchell gefunden. Ich finde das Buch genial.
Aber es gibt leider keine deutsche Übersetzung.
Wenn man einem Hund beibringen will, wie er ein Objekt apportieren soll, ist "nimm" die
wichtigste erste Stufe, die man fordern muss.
O.k. es gibt Hunde, die stürzen sich auf alles, was man tragen kann. Beagles
gehören nicht unbedingt dazu. Es kann daher sein, dass ihr erst mal üben
müsst, dass der Hund die Sachen anschaut, die er bringen soll. Dann muss
man ihn dazu bringen, dass er die Sachen berührt und dass er überhaupt
hingeht. Nächster Schritt ist, dass er das Maul öffnet und danach
zubeißt. Erst dann gebt ihr den Befehl "nimms" dazu.
Schaut selbst, welche Schritte euer Hund braucht. Es kann sein, dass die Übung
nur wenige Minuten dauert, es kann aber auch sein, dass sie Wochen dauert...
Es lohnt sich auf jeden Fall, dem Hund diese Zeit zu geben.
Am besten kniet ihr für die Übung seitlich neben dem Hund (siehe
Bild) und haltet ihn, wenn er nicht da bleibt, an einer kurzen Leine.

Achtung, dass ihr euch nicht über den Hund beugt! Das führt zu Meideverhalten.
10 Minuten reichen zum Üben dicke. Macht euch und dem Hund keinen Stress!
Manchmal ist es auch gut, einfach eine kurze Pause zu machen.
Im Folgenden findet ihr die Teilschritte, wie ihr zu einem guten "nimm" kommt.
a) Schau hin

Am Anfang solltet ihr auf jeden Fall dafür sorgen, dass euer Hund bei
euch bleibt. Wenn er dazu keine Lust hat, nehmt ihn am Halsband oder an der
Leine, damit ihr nicht "nimms" mit "bleib" kombinieren müsst.
Hinschauen auf das Objekt klingt eigentlich leicht. Ich habe aber beim Anschauen
der Bilder gemerkt, dass Coffey eigentlich nie auf die Hantel, sondern immer
auf mich bzw. meinen Futterbeutel schaut. Vermutlich ist Coffey nicht der einzige
Beagle, dem das passiert. Es ist aber eigentlich wichtig, dass der Hund auf
das Objekt schaut und es lohnt sich auch, das ein bisschen zu üben.

Ihr sitzt also neben eurem Hund (evtl. auch vor ihm) und haltet ihm das Objekt
sehr nah vor das Maul. Die Hantel wird am Rand gehalten (naja, das ergibt sich
irgendwie von alleine). Sagt nichts und wartet darauf, bis euer Hund anfängt
zu arbeiten. Die Clickerer haben es jetzt leicht. Ihr clickt jeden Blick Richtung
Hantel und auch jede Bewegung Richtung Hantel. Die Nichtclickerer sollten sich
neben sich irgendwo eine Belohnung hinstellen und mit einem "ja" oder so anzeigen,
wann der Hund das richtige Verhalten zeigt. Gebt das Leckerchen immer hinterher
und lockt nicht mit Futter in der Hand!
Wenn der Hund hinschaut, wiederholt noch fünf Mal. Wenn nicht, überlegt,
ob ihr vielleicht schon zu lange mit dem Hund arbeitet (dann steht eine Pause
an) oder schmiert etwas gut Riechendes auf das Maulstück und probiert
es noch einmal.
Jetzt fangt ihr an, die Belohnung ein paar Sekunden hinauszuzögern. Mit
Glück bekommt ihr ein Schnüffeln oder ein Stubbs an der Hantel. Wenn
ja, könnt ihr mit der Übung b) weitermachen, wenn nein, könnten
die oben genannten Gründe (Müdigkeit oder ein zu wenig attraktives
Maulstück der Grund sein).
b) Stupps

Ihr belohnt nun jede Berührung mit dem Maul, Nase oder Kinn - egal, an
welcher Stelle von der Hantel. Wenn das klappt, solltet ihr aber relativ schnell
nur noch belohnen, wenn der Hund an das Maulstück kommt. Ignoriert die
falschen Verhaltensweisen einfach, der Hund bekommt schon heraus, was ihr wollt.
Lasst die Leckerchen wieder am besten in einem Schälchen neben euch oder
haltet die andere Hand mit Leckerchen auf den Rücken.
Nehmt die Hantel nach jedem Stubbs kurz weg, so dass der Hund sie nicht sieht
und haltet sie danach wieder hin. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, die
Hantel kurz unter dem anderen Arm zu verstecken. Haltet die Hantel immer noch
ganz nah vor das Maul!
Fangt an, indem ihr wieder ein paar Mal nur die Blickrichtung oder die leichte
Bewegung in Richtung Hantel belohnt.
Zögert dann die Belohnung ein paar Sekunden heraus und schaut, ob der
Hund die Hantel anstubbst.
Wenn ja, macht das so vier Mal und geht über zu Übung c).
Wenn nein, ist der Hund vielleicht zu müde. Wenn ja, übt einfach
später weiter, bis der Hund die Hantel stubbst. Oder: gebt wieder einen
guten Geschmack auf die Hantel und fangt Übung b) von vorne an.
c) Der Hund soll sich nun ein bisschen strecken, um die Hantel anzustubbsen
Ihr sitzt also neben eurem Hund (evtl. auch vor ihm) und haltet ihm das Objekt
sehr nah vor das Maul. Die Hantel wird am Rand gehalten (naja, das ergibt sich
irgendwie von alleine). Sagt nichts und wartet darauf, bis euer Hund anfängt
zu arbeiten.
Fangt an, indem ihr erst einmal ein paar Stubbs an die Hantel (direkt vor dem
Maul) belohnt. Bewegt, wenn das klappt, die Hantel ein bisschen nach vorne,
so dass der Hund der Nacken strecken muss, um an das Maulstück zu kommen.
Wenn das klappt, wiederholt es noch ein paar Mal und hört danach auf.
Macht weiter mit Übung d) oder beendet für diesmal das Training.
Klappt das nicht, kann es helfen, noch einmal die Distanz zu verkleinern, bis
ihr richtige Stubbs bekommt.
d) Der Hund muss sich nun bewegen, um Stubbs machen zu können
Wiederholt noch ein paar Mal, dass der Hund seinen Nacken streckt, um die Hantel
anstubbsen zu können. wenn das klappt, könnt ihr weitermachen. Haltet
die Hantel ein bisschen weiter weg, so dass der Hund einen Schritt machen muss,
um Stubbs zu machen. Wenn das klappt, macht weiter mich e). Ansonsten geht
wieder so viel Schritte zurück, wie es noch sicher klappt.
e) Der Hund öffnet sein Maul und berührt das Objekt mit seiner Zunge

Nervöse Hund lecken häufig nur an dem Objekt. Arbeitet dann mit dieser Übung
e) weiter. wenn euer Hund gleich mit offenem Maul berührt, könnt
ihr mit Übung f) weitermachen.
Haltet die Hantel wieder nah ans Maul, so dass der Hund nicht aufstehen muss,
um daran zu kommen. Wiederholt 4-5 Stubbs. Wenn das klappt, zögert ihr
die Belohnung beim 4. Mal raus und belohnt nun, wenn das Maul nur bisschen
aufgeht und evtl. die Zunge die Hantel berührt. Macht so lange weiter,
bis der Hund bereitwillig sein Maul öffnet, um die Hantel zu berühren.
Denkt dran, dass ihr bei allen Übungen nichts redet, euch nicht bewegt
und nicht helft (außer, dass ihr die Kriterien evtl. wieder zurückschraubt).
Ganz schlecht ist es, wenn ihr die Hantel herumschleudert, um den Hund durch
diese Bewegung zu motivieren! Wenn ihr ein Trainingstief habt, seid geduldig
und fahrt lieber eure Ansprüche zurück, als ungeduldig zu werden.
f) Berührung mit dem offenen Maul

Um diese Berührung zu bekommen, solltet ihr sofort, wenn der Hund das
Maul etwas öffnet belohnen, auch wenn er die Hantel noch nicht berührt.
Passt bei dieser Übung auch auf, dass euer Hund nicht die Hantel schnappt
und sie fallen lässt oder er damit spielen geht. Die Übung heißt
nur "berühre mit offenem Maul", nicht "nimms".
Fangt an, die Hantel außer Sicht zu haben (hinter eurem Bein oder unter
der Achsel). Zeigt sie dem Hund und gebt ihm die Gelegenheit, sie zu berühren,
zu lecken oder hineinzubeißen. Während ihr die Hantel verborgen
haltet muss sich der Hund konzentrieren und warten.
Haltet die Hantel so nah ans Maul, dass der Hund nicht aufstehen muss, um daran
Stubbs zu machen. Lasst zum Auffrischen noch mal ein paar Stubbs machen. Zögert
dann die Belohnung raus und belohnt immer nur, wenn das Maul aufgeht. Wenn
der Hund aufsteht, um nach dem verschwundenen Objekt zu schauen, bleibt ruhig
und bringt den Hund wieder an seine Position (nehmt ruhig ein Leckerchen).
Das Spiel geht nur weiter, wenn der Hund ruhig mitarbeitet. Belohnt später
nur, wenn der Hund das Maulstück mit offenem Maul berührt. Jackpot.
Übung g) Beißen in die Hantel
Noch soll der Hund die Hantel nur berühren, sie aber nicht selber halten.
Sobald sich das Maul über dem Mundstück öffnet belohnt ihr.
Lieber früher als später belohnen!!
Versteckt die Hantel hinter dem Bein oder unter dem Arm und haltet sie dann
mit kleinem Abstand vor das Maul (so, dass der Hund sich maximal danach strecken
muss). Zum Aufwärmen belohnt ihr erstmal wieder ein paar Stubbs mit dem
Maul. Nehmt die Hantel dazwischen immer wieder weg und präsentiert sie
neu. Dann verzögert ihr das "Ja" oder den Click und wartet, bis der Hund
das Maul vielleicht ein bisschen mehr aufmacht und die Hantel zwischen die
Zähne nimmt. Wenn der Hund in das Mundstück beißt, wiederholt
ihr das noch ein paar Mal und belohnt dann nur noch für die kräftigeren
Zubisse oder sogar für das versuchte "Nimm". Wiederholt auch das ein paar
Mal. Mit viel Glück schafft ihr es sogar, dass der Hund die Hantel (oder
das Objekt) für ein paar Sekunden hält. Ihr haltet es aber auch noch,
so dass es nicht runter fallen kann. Wiederholt noch ein paar Mal und genießt
euren Erfolg.
Wenn ihr keinen Erfolg habt und euer Hund nicht in das blöde Ding reinbeißen
will könnt ihr mal probieren, ob es nützt, wenn ihr die Hantel, während
der Hund die Zähne drauf hat, bisschen wegziehen könnt. Manche Hunde
kickt das und sie beißen stärker zu, um ihre Beute zu halten.
Übung h: Die Position der Hantel wird verändert
Denkt daran, dass ihr die Hantel bei allen Übungen nie zum Hund bringt,
sondern, dass der Hund sich selber bemüht! Belohnt immer, wenn der Hund
das Maul über dem Mundstück hat und belohnt für einen guten
Biss. Haltet die Hantel weiterhin selber fest.
Probiert jetzt mal, dass ihr die Hantel ein bisschen weiter weg vom Hund haltet,
so dass er aufstehen muss und 1-2 Schritte machen muss. Haltet die Hantel mal
nach oben, mal nach unten, ihr könnt sie auch mal so halten, dass der
Hund sich zur Seite biegen muss.
Wenn der Hund in allen Positionen in das Maulteil beißt, könnt ihr
den Befehl "nimms" einführen.
Übung i: Ihr führt den Befehl "nimms" ein
Euer Hund nimmt immer noch nicht selbst die Hantel! Belohnt nie zu spät!
Ihr gebt das Kommando genau da, wo die Hantel beim Präsentieren stoppt
(wieder verschwindet die Hantel zwischen den einzelnen Durchgängen). Sobald
der Hund versucht, die Hantel zu nehmen oder nur darauf beißt, belohnt
ihr.
Probiert wieder, die Hantel an verschiedenen Positionen zu präsentieren
und freut euch, wenn euer Hund drauf beißt.

Übung 11: Sleepy
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Die Übung fand ich früher zwar nett, aber
völlig
nutzlos. Inzwischen habe ich gemerkt, dass man einen Hund darüber
auch prima ruhig stehen lassen kann (z.B. beim Tierarzt). [rechtes
Foto: Siegfried, ein 14 Wochen alter Manchester-Terrier; ich darf
alle Bilder nehmen, muss das aber immer dazu schreiben :-)]
Ziel: Der Hund legt seine Schnauze auf eure Handfläche und lässt
sie da liegen.
Wie geht es?
Ihr haltet eure Hand ganz dicht unter die Schnauze und wartet, bis zufällig
ein leichter Kontakt zur unteren Schnauzenfläche entsteht. Belohnt sofort
und haltet dann wieder die Hand flach unter die Schnauze. Versucht später,
den Kontakt möglichst weit hinten zu belohnen, damit der Hund seine Schnauze
wirklich flächig in eure Hand legt. Haltet mit der Zeit die Hand etwas
tiefer, dann auch mal etwas weiter weg und belohnt, wenn der Hund die Schnauze
in die Hand legt.
Wenn das klappt, zögert die Belohnung etwas raus, so dass der Hund lernt,
in der Hand liegen zu bleiben. Steigert diese Zeit so lange ihr Lust habt.
Für den Tierarzt reichen vielleicht 1-2 Minuten.
Wie geht es weiter?
Ihr könnt später den Hund auf verschiedene Objekte 'sleepy' machen
lassen. Die Idee mit dem Würfel habe ich von einem Clickermagazin ("Teaching
dogs") von Kay Laurence
http://www.learningaboutdogs.com
Übung 12: Boden-Target
Ziel: Der Hund hat in Level 1 bereits gelernt, einen Targetstab
zu berühren. Nun wollen wir diese Übung etwas ausbauen
und der Hund soll lernen, etwas flach auf dem Boden liegendes mit
der Nase zu berühren.

Wie trainiert ihr dies: beginnt wieder damit, dass ihr dem Hund
das „Bodentarget“ in
Eurer Hand präsentiert, direkt vor seiner Nase – Click & Leckerchen.
Haltet es nun immer etwas tiefer bis es ganz am Boden aufliegt. Nun beginnt
ihr langsam eure Hand zu entfernen bis der Hund das frei daliegende Bodentarget
anstupst (wie üblich - für jede Ausführung: Click & Leckerchen).
Ein Signal dafür einführen: wenn der Hund wirklich sehr zuverlässig
den Target mit der Nase berührt, sagt ihr kurz vorher euer Signal (z.B.) "Touch".
Wie geht es weiter: Legt das Target nun immer etwas weiter weg bis der Hund
auch aus 3m Entfernung hinläuft, um es zu berühren.
Übung 13: Distanzarbeit I: Umrunden
von einem Gegenstand auf Entfernung

Übung: Hier geht es darum, das
Umrunden aus Level 2 eine Stufe weiterzuentwickeln. Wenn der Hund
wirklich gut verstanden hat, dass er Dinge umrunden soll, die ihr
ihm anzeigt, werdet ihr nun diese Übung schnell ausbauen können.
Bisher habt ihr es geschafft, euren Hund aus 2 m Distanz etwas
umrunden zu lassen. Dies wollt ihr nun weiter ausbauen auf 10 m.
Hier legt ihr allgemein eine gute Grundlage für Arbeiten auf Distanz. Der Hund lernt, dass er Übungen
nicht nur direkt vor euren Füssen ausführen kann, sondern dass er sich
von euch lösen und unabhängig von eurer Position arbeiten kann. Dank
dem Clicker kann man ihm trotzdem im richtigen Moment belohnen und euer Hund
wird dann herankommen, um noch das Leckerli zu kriegen, welches er sich natürlich
redlich verdient hat!
So geht ihr vor: wiederholt zwei-, dreimal das Umrunden aus der schon gut eingeübten
Distanz. Wenn der Hund sich so richtig warmgelaufen hat, geht ihr einen weiteren
Schritt rückwärts, während er grad die Übung ausführt
und vergrössert so die Distanz. Wenn ihr ihn nun nochmals schickt, ist die
Chance gross, dass er die Übung problemlos auch aus dieser Distanz ausführt.
Mögliche Probleme:
Auf grössere Distanz macht mein Hund die Übung nicht!
Nimm zum Üben einen Gegenstand mit dem ihr oft und am besten nur das Umrunden
geübt habt. Der Hund sollte schon wissen: „aha, jetzt soll ich wohl wieder
den Gartenstuhl umrunden“. Wenn du dann wirklich nur zentimeterweise die Distanz
erhöhst, lernt er schnell, dass er trotzdem noch den Gegenstand umrunden
soll. Vermeide es unbedingt einen neuen Gegenstand zu nehmen und gleichzeitig
die Distanz zu erhöhen!
Wir kommen über eine bestimmte Distanz nicht hinaus!
Dies ist nicht ungewöhnlich. Probiere auch hier wirklich nur zentimeterweise
zu steigern und mach die Übung abwechslungsweise auch wieder leichter, indem
du wieder etwas näher hingehst.
Abschluss-Test für Level 3 Diesmal gab es ja ganz schön viel zu üben.
Natürlich gibts auch für diesen Level einen Test, der
euch die Gelegenheit gibt, das Geübte unter "verschärfter" Kontrolle
zu zeigen :-)
Nehmt euch wieder jemand, der euch die Übungen abnimmt. Wenn ihr eine Übung
nicht braucht, dann lasst sie weg.
Viel Erfolg!
1. Sucht euch einen Baum oder Pfahl oder sonst was,
was der Hund umrunden kann. Geht von diesem Baum 10 große Schritte weg
und holt euren Hund. Schickt ihn nun um den Baum einmal herum und lasst ihn wieder
zu euch kommen.
2. Lasst euren Hund auf 1 Zeichen absitzen (Handzeichen oder Wort) und entfernt
euch 20 Schritte. Geht dann wieder zurück zum Hund und belohnt ihn noch
im Sitzen. Geht anschließend einmal um ihn rechts herum, belohnt ihn und
geht anschließend links herum und belohnt ihn. Mit O.K. oder einem ähnlichen
Signal wird er aus dem Sitz "entlassen".
3. Legt einen Bierdeckel (oder etwas ähnliches) im Abstand von ca. einem
halben Meter auf den Boden. Der Hund soll den Deckel mit der Schnauze anstubbsen.
4. Sichert euren Hund malt euch eine Startlinie und legt im Abstand von 10
großen
Schritten ein Würstchen auf den Boden. Geht mit eurem Hund von der Startlinie
bis zum Würstchen an lockerer Leine. Gebt dann natürlich die Belohnung.
5. Ruft euren Hund aus ca. 40m ab. Eine gewisse Ablenkung durch Menschen o.ä.
sollte da sein. Vorsitzen ist nicht notwendig.
6. Geht mit eurem Hund ein Stück spazieren. Wenn er vor euch läuft
und möglichst nicht auf euch aufpasst dann werft hinter euch ein Stück
Fleischwurst und tut so, als hättet ihr dieses Stück gerade gerochen
und schnüffelt aufgeregt danach. Kommt euer Hund interessiert? Probiert
es 5 Mal im Lauf des Spaziergangs. Geräusche machen ist erlaubt, aber nicht
gezielt rufen. IHR habt was entdeckt und wollt eigentlich gar nicht teilen...
7. Sichert euren Hund. Legt 3 Leckerchen unter 3 Tücher (Zewa ode so) in
den Raum. Geht zurück zu eurem Hund und schickt ihn mit "such" los, um die
Leckerchen zu finden.
8. Nehmt eine Hantel oder etwas ähnliches. Setzt euren Hund vor euch und
gebt ihm mit "Nimms" das Objekt. Er sollte es 1sec. im Maul festhalten.
9. Sleepy. Euer Hund macht vor euch Sitz und legt seine Schnauze auf eure Handfläche.
Ihr zählt langsam von 21-25.
10. Testet nun die Leinenführigkeit. Lauft mit eurem Hund 25 Schritte
so, dass die Leine nie gespannt ist. Der Hund soll dabei EUCH folgen, nicht
ihr dem Hund :-)
11. Wartet, bis euer Hund im Wald, einem Gebüsch oder z.B. hinter einer
Mülltonne verschwinden will. Gebt den Befehl "raus". Kommt euer Hund wieder?
12. Bringt euren Hund in die "Front"-Position. Es genügt, wenn er mehr oder
weniger gerade vor euch steht und einen Abstand von ca. 1m hat. Dreht euch dann
um 90 Grad nach rechts und lasst den Hund wieder in die Frontposition gehen.
Dreht 90 Grad zurück, so dass der Hund wieder in die neue Position drehen
muss.
13. Legt den Hund mit 1 Signal ins Platz. Geht 20 Schritte von ihm weg, kommt
wieder zurück und gebt ihm im Liegen noch ein Leckerchen. Geht dann 1x um
den Hund rechts herum und 1x links herum. Gebt dazwischen je ein Leckerchen (ohne
Click).
Genießt euren Erfolg. Geht feiern und
fangt, wenn ihr noch Lust habt, mit Level 4 an.
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