Hundeschule - Level 5

 
 
           
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1. Impulskontrolle IV: Renn an dem Futter vorbei

2. Aufmerksamkeit IV: Schau in das Gesicht der Menschen

3. Sitz Platz, Steh im Wechsel (Baustelle)

4. Nasenarbeit III: Einfache Geruchsunterscheidung

5. Apportieren III: Fest zubeißen ohne zu kauen und halten

6. Target-Training II: Handtarget

7. Komm IV: Jojo

8. Dummy-Arbeit I: Bringe mehrere Säckchen hintereinander

9. Bei Fuß II : Schultertarget und Drehungen

10. Tricks: Kuckuck

11: Spielend lernen III - Vertrauen

12. Spielend lernen IV - Nasenspiele

Abschluss-Test für Level 5 (Baustelle)

 

Übung 1: Impulskontrolle: Renn an dem Futter vorbei

Diese Übung ist sehr wirkungsvoll, kann aber leider nur zu zweit, bzw. eventuell sogar zu dritt gemacht werden.

Ziel:

Der Hund soll an etwas, was ihm wichtig ist (z.B. Futter), auf dem Weg zu euch, vorbeirennen. Wieder ist es also das Ziel, dass der Hund erst an dem, was er will, vorbei gehen muss, um dann dahin zu kommen, wohin er will.

Wie wirds gemacht?

Ihr nehmt ein kleines Schälchen und tut ein wenig Hundefutter hinein. Nehmt etwas, was euer Hund gerne mag, wo er aber nicht gleich verrückt danach wird (so etwas hebt für später auf, wenn euer Hund die Übung schon kann). Euer Hund kann inzwischen "Sitz bleib"? Dann lasst eueren Hund absitzen und geht ca. 20 Schritte von ihm weg. Euer Helfer hockt sich im Abstand von ca. 10 Schritten mit dem Schälchen zwischen euch.

So, jetzt ruft ihr euren Hund ab und er muss an dem Schälchen vorbei. Die meisten werden nun hier abbremsen und versuchen, an das Futter zu kommen. Doch euer Helfer ist schneller und hat die Hand schon drüber gedeckt (bei großen Hunden unbedingt Handschuhe anziehen!). Wartet, bis euer Hund euch überhaupt hört und ruft dann noch einmal - eventuell noch einmal. Irgendwann (kann lange dauern am Anfang) wird euer Hund widerstrebend zu euch kommen. In diesem Moment gebt ihr ihn mit o.k. frei und lasst ihn zu der Schale mit dem Futter rennen. Er kriegt alles!

Wenn ihr mögt, könnt ihr die Übung ein paar Mal wiederholen. Bald wird euer Hund lernen, dass er erst einmal ganz schnell zu euch rennen muss, um an das Futter zu kommen.

Variation:

 

Übung 2: Aufmerksamkeit: Schau ins Gesicht der Menschen

Gesehen und für prima befunden bei Mica

Ziel:

Die Übung ist gar nicht so leicht :-) Ihr zeigt eurem Hund etwas, was er mag - er soll aber trotzdem in euer Gesicht schauen.

Wie übt ihr das?


Variation 1: Stellt euch irgendwo hin mit eurem Hund. Legt unter euren Fuß ein Leckerchen oder ein Spielzeug. Wartet, bis euch der Hund ins Gesicht schaut und werft für ihn ein Leckerchen aus eurer Futtertasche - nicht das, was unter dem Fuß liegt. Macht das so 5 Mal und gebt dann auch das Leckerchen unter dem Fuß frei.
Der Fotoversuch ging schief ;-) Da war nix mit ins Gesicht schauen. Die Aufmerksamkeit blieb eindeutig beim Ball:

Variation 2: Ihr stellt euch wieder hin, nehmt aber diesmal ein Spielzeug in die Hand und bewegt es so, dass euer Hund zwar wach, aber nicht übererregt wird. Auch jetzt soll er wieder auf euer Gesicht, statt auf das Spielzeug schauen (könnte für manche Balljunkies eine Herausforderung werden). Schaut der Hund ins Gesicht, bekommt er ein Leckerchen geworfen.

Lucky fand das Spiel prima und schaut konzentriert NICHT in mein Gesicht ;-). Aber, damit ihr seht, wie es auch gehen kann, findet ihr auch ein Streberbild (gut, dass ihr nicht den Bilderausschuss seht...):

 

 

Variation 3: Für Dogdancer wichtig: Ihr klemmt ein Spielzeug unters Kinn und bewegt eure Arme. Euer Hund soll nicht auf die Arme, sondern auf euer Gesicht schauen. Zur Belohnung lasst ihr das Spielzeug fallen.

Wenn schon kein Hund hin guckt, dann schau ich halt wenigstens selber hin...:




Wie geht es weiter?


Werft das Belohnungsleckerchen erst, wenn euer Hund euch etwas länger und noch länger... anschaut - zu lange aber auch nicht - das kann den Hunden dann auch zu viel werden.
Achtung! Für ängstliche und aggressive Hunde ist der längere Blickkontakt unter Umständen problematisch. Wenn ihr so einen Hund habt, dann schreibt im Forum, bevor ihr diese Übung macht. Die Übung muss dann etwas angepasst werden.

 

Übung 3: Sitz, Platz, Steh im Wechsel

   

Baustelle

 

Übung 5: Apportieren III - Fest zubeißen

Ihr habt bereits in Level 3 geübt, dass euer Hund auf eine Hantel beißt. Damals hat es genügt, dass der Hund die Hantel mit den Zähnen umschließt. Für ein sauberes Apportieren, wie es der Hundesport verlangt, ist es auch wichtig dass der Hund die Hantel sofort fest umschließt und nicht darauf herum knautscht. Manche Hunde tun das eh nicht, vielen Leuten ist es auch (zu Recht) völlig egal, wie ihr Hund die Sachen trägt. Ihr könnt diese Übung aber trotzdem nützen, um euer Timing beim Clickern (oder Ja!-Sagen) zu verbessern.
Nehmt für diese Übung ein Objekt, das nicht zum Knautschen animiert! Gut sind die Hanteln mit Gummistange. Holz motiviert gerne zum Kauen, weiche Bälle auch.. ihr müsst das Objekt auch selber am Rand halten können.

Ziel

Euer Hund soll eine Hantel, die zwischen euren Füßen auf dem Boden liegt, mit "Nimms" nehmen und mit "Gibs" in eure Hand legen, ohne auf der Hantel herumzuknautschen.

Wie wirds geübt?

Fast während der ganzen Übung haltet ihr die Hantel am Rand fest.
Präsentiert zum Auffrischen wieder die Hantel und lasst den Hund die Stange mit dem Maul umfassen.

Jetzt geht es weiter. Der Hund soll die Stange nun länger fest umfassen. Clickt die Bewegung in Richtung Hantel und nicht erst, wenn der Hund wieder anfängt zu öffnen (alternativ sagt ein schnelles "Ja!" und belohnt sofort - aber bei solchen Übungen merkt man, wie praktisch ein Clicker ist - der ist einfach schneller gedrückt, als ein Wort gesagt). Präsentiert wie in Level 3 die Hantel für jeden Durchgang neu und versteckt sie nach dem Click hinter eurem Rücken. Der Hund soll schnell drauf beißen und nicht zögern bzw. an die Kanten knabbern. Für solche Lösungen gibt es ganz einfach keine Belohnung und die Hantel wandert hinter den Rücken bis zum nächsten Versuch. Neue Runde, neues Glück.

Wenn ihr das Signal noch nicht eingeführt habt, dann ist nun eine gute Gelegenheit dafür. Sagt, bevor der Hund auf die Hantel beißt" "NIMMS!"

Nächster Schritt: Der Hund soll nun etwas länger auf der Hantelstange bleiben. Ihr kriegt das hin, indem ihr die Hantel, wenn sie im Maul ist ganz bisschen seitlich oder nach vorne wegzieht und damit das Zubeißen fast automatisch auslöst (wer lässt sich schon gerne etwas wegnehmen - aber lasst euch auf kein Zerrspiel ein!). Clickt nun das ganz kurze feste Halten und zögert nach und nach die Haltezeit raus. Achtet darauf, dass der Hund nicht kaut, sondern ruhig die Zähne zusammengebissen hält. Kaut der Hund doch oder lässt gleich wieder los - neue Runde ohne Belohnung - zieht das nächste Mal wieder bisschen die Hantel nach vorne und löst den Zubiss aus.

Nächster Schritt: Präsentiert nun die Hantel in verschiedenen Positionen. Mal seitlich von euch, mal über der Hundenase, mal unter der Hundenase. Wieder soll der Hund ein paar Sekunden fest drauf beißen und ihr haltet sie aber weiter fest. Ihr könnt sie auch mal mit ausgestrecktem Arm etwas weiter von euch positionieren.

 

Nächster Schritt: Wenn das alles klappt (ohne Mogeln ;-) dann legt ihr die Hantel auf dem Boden zwischen euren Füßen ab. Jetzt könnt ihr das Gelernte von der Übung nutzen, wo der Hund Sachen in eine Schale räumt - er kennt ja schon eure ausgestreckte Hand, in die er etwas legen soll. Sonst wird er es jetzt lernen.
Sagt zum Hund "NIMMS", damit er die Hantel aufnimmt und streckt sofort eure Hand hin und sagt "GIBS" - clickt sofort, wenn der Hund die Bewegung in Richtung eure Hand macht. Lasst den Hund nach der Aufnahme keine eigenen Entscheidungen treffen, damit er nicht auf die Idee kommt, doch zu kauen. Wenn er mal mit der Hantel auf und davon ist, habt ihr keinen Einfluss mehr und müsst mühselig alles von vorne anfangen. Zack zack muss die Hantel vom Boden in eurer Hand sein.

Habt ihr das geschafft, könnt ihr zufrieden sein! Es ist nicht leicht, den festen Biss zu trainieren - schaut euch auf den Hundeplätzen um...

Wie geht es weiter?

Diese Übung ist jetzt eigentlich beendet. Die Fortsetzung kommt in anderen Apportierübungen. Ihr habt das Ende der Apportierübung trainiert und den Grundstein für ein sauberes Abgeben trainiert.

 

Übung 4: Nasenarbeit III - Geruchsunterscheidung mit Apport

Zu diesem Thema gibt es viele Anleitungen. Ich persönlich fand es immer schon recht umständlich, Gläser auszukochen, Zangen mitzunehmen, damit Objekte nicht meinen Geruch annehmen, T-Shirts eine Nacht am Körper zu tragen ... Glücklicherweise hatte ich, als ich mit diesem Thema anfing, ein Buch von (? Spector Morgan?), in dem stand, dass Hunde das alles gar nicht brauchen. Dass sie durchaus unterscheiden können, was Menschen frisch in die Hand genommen haben und was sie schon länger in der Hand halten. Dass es genügt, wenn man das Objekt bis zu 1 Minute normal in der Hand hält und dass es eher verwirrend wirkt, wenn wir die Objekte unter die Achsel halten oder zu lange in die Hand nehmen. Zugegeben, es war meine Botschaft ;-)

Inzwischen habe ich es oft ausprobiert und es genügt tatsächlich, wenn man die Sachen kurz in die Hand nimmt - manchmal hilft es auch, kurz drauf zu spucken (auf jeden Fall konnten meine Hunde mit dieser Methode die Obediencehölzchen schnell erkennen, ohne es geübt zu haben). Man muss nur ein wenig warten, bis sich der Geruch ausgebreitet hat, dann werden die Objekte auch von Anfängerhunden erstaunlich gut gefunden. Das Riechen und Erkennen scheint also nicht das Problem zu sein.

Das Problem ist nur, wie sag ichs meinem Hund, was er tun soll... Dass er GENAU DAS suchen und möglichst bringen soll, was nach mir riecht. In dieser Hinsicht gehe ich mit den vielen Büchern konform. Es kann ein Problem werden, es dem Hund zu sagen... Probiert es aus und ich bin gespannt, wie es bei euch klappt.

Inzwischen kann euer Hund 'Sitz Bleib'? - Nein? Dann könnt ihr das mit dieser Übung auch weiter üben. "Such" hat er auch schon gelernt? Eine Pfannkuchenschleppe kann er verfolgen? Und Sachen bringen kann er schon? Hier könnt ihr einfach in anderem Kontext weiter üben - weiter spielen - weiter arbeiten - wie immer ihr es nennt.

Ziel dieser Übung

Der Hund soll den versteckten Gegenstand, den ihr ihm vorher gezeigt habt und der nach euch riecht, unter mehreren ähnlichen herausfinden und möglichst zu euch bringen.

Wie wirds geübt?

Um dem Problem mit dem Abkochen und Gerüche abwaschen schon mal zu entgehen, übe ich solche Sachen am liebsten draußen im Wald oder in stiller ablenkungsarmer Umgebung. Gut üben kann man mit Hölzchen oder mit Tannenbuzeln (bei denen man oben die Spitze abknickt oder abzwickt, damit man sieht, ob der Hund das richtige bringt). Und später wird das Teil einfach weggeworfen. Im Wald liegt genug herum, was nicht nach euch riecht :-)


Sucht euch ein Hölzchen oder einen Buzel und tragt ihn während eures Spaziergangs noch ein bisschen in der Hand. Bei einer kleinen Lichtung oder einer gemähten Wiese (macht es am Anfang nicht zu schwer! - der Hund soll doch Erfolg haben) lasst ihr euren Hund absitzen.

Haltet ihm das Stöckchen ein bisschen unter die Nase und lasst den Hund nicht reinbeißen! Jetzt soll er dran riechen und den Geruch aufnehmen. Deckt eventuell eure Hand drüber, dass er nicht reinbeißen kann. Gleich, wenn er kurz geschnuppert hat, gebt das Bleib-Zeichen, dreht euch zügig mit dem Rücken zum Hund (kann am Anfang schief gehen, lohnt sich aber, es gleich zu üben) und legt nach 2-3 Schritten das Hölzchen auf dem Boden ab. Geht nicht den selben Weg zurück, sondern versucht, einen kleinen! Bogen zu laufen, so dass eure Spur nur in eine Richtung zeigt. Kommt so zum Hund zurück, dass ihr nicht frontal auf ihn zulauft (wirkt bedrohlich), sondern ein bisschen seitlich raus kommt. Stellt euch neben ihn und schickt ihn dann mit "Such" zum Hölzchen. (Verbratet nicht zu viel Zeit am Anfang, bis ihr das Hölzchen abgelegt habt, sonst vergisst der Hund das Objekt!)

Auf folgenden Bildern sieht man, wie Lucky den Butzel sucht, ihn findet (Mitte) und ihn bzw. den Ball (ein späteres Bild) übergibt. Bei ihm drehe ich mich zur Übergabe noch ab, statt mich ihm frontal zuzuwenden. Das hält viele Hunde vom Apportieren und Übergeben ab! Vielleicht, weil wir von oben so einen Schatten werfen.

 

Jetzt liegt es am Hund. Habt ihr schon viel Apportierspiele gemacht, wird euer Hund das Hölzchen vermutlich bringen. Dann seid ihr am Ende der Übung.

Lucky von Christine

Lucky von Christine

 

Eventuelle Probleme

Leider gibt es auch die Hunde, die das Hölzchen finden und es fröhlich zerbeißen. Das sollen sie nicht tun! Bei dieser Übung sollen sie das Objekt finden und umgehend zu euch zurückbringen. Ein richtiges Spiel ist es eben doch nicht. Versucht in diesem Fall euren Hund möglichst schnell zu euch zu bekommen (anderes Leckerchen, anderes Spielzeug, oft hilft, wenn ihr euch wegdreht und einfach ein paar Schritte vom Hund weg macht). Belohnt am Ende gut! Es ist auch erstmal in Ordnung, wenn der Hund das Objekt nicht bis zu euch bringt. Geduld, das wird schon.

Es gibt auch Hunde, die das gefundene Objekt gar nicht ins Maul nehmen, es aber durchaus finden. Bei diesem Problem würde ich noch mehr Spiele machen, wo sich der Hund angewöhnt, schnell Dinge ins Maul zu nehmen. Eventuell könnt ihr, wenn der Hund das Ästchen gefunden hat, dieses animieren, so dass er es doch aufnimmt. Bestärkt in diesem Fall schon den Ansatz, dass er das Maul aufmacht, um es zu nehmen. Auch hier kann es helfen, wenn ihr ganz schnell ein paar Meter weg rennt - oft rennen Hunde dann mit ihrer Beute hinterher: Großér Jackpot!

Was, wenn euer Hund das Hölzchen gar nicht findet? Dann müsst ihr es einfacher machen. Reduziert den Abstand und versucht, vor der Übung noch ein wenig mit Hölzchen zu spielen. Clickt sofort, wenn der Hund die Nase an dem gefundenen Objekt hat. Für die Nicht-Clickerer: sagt ein fröhliches Ja! und werft ein Leckerchen. Wiederholt ein paar Mal, um dem Hund zu sagen, dass ihr wollt, dass er dieses Objekt, was nach euch riecht, anstubbst.

Und wenn euer Hund gar nicht sucht? Dann fehlt im Grunde noch Vorarbeit. Versucht, es aus dem Spiel zu üben. Nehmt einen Ball oder ein Seil - zerrt, spielt, quietscht - werft es dann mal kurz ins Gras und spielt weiter. Geht nochmal zurück zu Level 3 und übt das "Such"-Spiel und die Spielübungen. Versteckt Leckerchen im Gras, im Wald, im Schuh, unter Blumentöpfen, im Blumentopf und spielt immer wieder "ich rieche was, was du nicht riechst - und DAS liegt unterm Schrank".

Euer Hund bleibt nicht sitzen? Eine Frage der Konsequenz. Setzt ihn so oft hin, bis er sitzen bleibt. Vorher geht das Spiel nicht weiter. Achtet auch darauf, dass er nicht schon los stürmt, bevor ihr neben ihm steht. Er soll wirklich sitzen bleiben, bis ihr das Zeichen gebt. Für hartnäckige Naturen kann ein Helfer, der mit dem Fuß auf der Leine steht und korrigiert, sinnvoll sein - oft lässt sich das Problem aber auch durch eine geringe Distanz am Anfang alleine lösen. Ach ja, und für Beller gilt das selbe: das Spiel wird leise gespielt, sonst hört es auf und ihr geht zurück zum Hund und fangt von vorne an.

Wie geht es weiter?

Nach und nach könnt ihr die Distanz erhöhen. Steigert euch auf ca. 15m, die ihr weg geht und etwas fallen lasst. Geht immer einen leichten Halbkreis, wenn möglich. Ganz nebenbei lernt euer Hund nämlich dadurch, dass er nur auf eurer Fußspur gehen muss, um die Beute zu finden, bzw. im Notfall auch, um EUCH zu finden.

Versteckt auch mal Spielsachen, euer Handy oder eure Leine, die ihr vorher in der Hand hattet - nehmt viele verschiedene Objekte. Der Grundaufbau der Übung sollte aber immer konsequent gleich sein.

 

Übung 6: Target-Training II: Der Handtarget

Je größer der Hund, desto praktischer der Handtarget! Die Hand hat man immer dabei, den Target-Stick (siehe Level 1) nicht. Ich würde ihn trotzdem auch bei kleinen Hunden erarbeiten, nur müsst ihr euch dann ein wenig bücken, um dem Hund nicht beizubringen, dass er dazu hochspringen soll.

Ziel:

Ihr haltet dem Hund eine Faust oder die flache Hand (bevorzuge ich inzwischen) hin und euer Hund stubbst dagegen, ohne das Maul aufzumachen.

Wie wirds geübt?

Stellt neben euch eine Schale mit ca. 10 Leckerchen (oder nehmt sie auch in die Hand, wenn ihr unterwegs seid - aber NICHT in die Target-Hand!) und haltet dem Hund eure innere Handfläche langsam sehr nah vor die Nase. So nah, dass er sie fast berühren muss - so fern, dass der Hund sich nicht bedrängt fühlt. Haltet sie auf einer Höhe, dass der Hund sie ohne Sprung und auch nicht tiefer gelegt erreichen kann. Belohnt die Berührung der Hundenase an eurer Hand und werft bei Erfolg sofort ein Leckerchen in die Nähe (nehmt so große Leckerchen, dass euer Hund auch mitbekommt, dass da eins fliegt/liegt).
Haltet die Hand wieder ziemlich vor seine Nase und wiederholt alles, bis euer Hund verstanden hat, um was es geht.
(Wie ihr die Hand haltet, liegt an eurem Hund. Grundsätzlich würde ich sie senkrecht und nicht waagrecht halten, weil es für den Alltag praktischer ist. Beißt euer Hund in die Hand, probiert aus, wie es erst einmal am besten klappt. Belohnt so schnell, dass der Hund das Maul möglichst gar nicht aufmacht! Für Clickerer: klickt genau in dem Moment, wo die Hundenase an eure Hand kommt. Klickt ihr später, kriegt ihr unter Umständen das Verhalten mit Maul auf, was man nicht gut brauchen kann. Eine Frage des Timings... mal wieder... )

Nach und nach könnt ihr die Hand etwas entfernen, so dass euer Hund einen Schritt in Richtung Hand machen muss, um sie zu stuppsen.

Wie geht es weiter?

Signalkontrolle: Wählt ein Signal für die Übung (ich verwende wie beim Target-Stick 'Stubbs'). Haltet die Hand hin und sagt, kurz bevor der Hund Stubbs macht 'Stubbs'. Übt das hundert Mal. Jetzt kommt die nicht ganz leichte Übung für viele Hunde: Ihr haltet die Hand hin, euer Hund soll aber erst Stubbs machen, wenn ihr den Befehl gebt. Das heißt, ihr belohnt nur noch für das Stubbs, wenn ihr auch vorher das Wort gesagt habt. Ihr werdet sehen, ihr bekommt gigantische Stubbs-Kaskaden und viele Hunde werden an dem Punkt sehr aufgeregt, weil sie noch nicht verstehen, dass es jetzt um das Signal geht. Bleibt konsequent und belohnt nur noch, wenn ihr es gesagt habt.

Belohnt nach und nach nur noch die guten Stubbser. Fordert SPÄTER auch mal 2-3 Stubbser hintereinander und belohnt danach. Belohnt noch später die kräftigen Stubbser. Zeigt dem Hund auf der Hundewiese die flache Hand und lasst ihn kommen, um sie anzustubbsen. Wenn ihr die Signalkontrolle schon geübt habt, dann sagt auch kurz, bevor der Hund sie stubbst, 'Stubbs'.

Mögliche Probleme

Euer Hund stubbst gar nicht an die Hand: Bei manchen Hunden kann man das Verhalten starten, indem man ein Leckerchen in die Target-Hand klemmt (der Daumen hält das Leckerchen in der flachen Hand). Mit der Zeit die Leckerchen ausschleichen - mal ist eins in der Hand, mal wird es erst nach dem Stubbs mit der anderen Hand gereicht. Immer öfter kommt die Belohnung dann aus der Nicht-Target-Hand.

Euer Hund beißt rein: siehe oben - belohnt noch schneller, dass er gar nicht dazu kommt oder haltet die Hand anders. Belohnt NUR, wenn das Maul zu ist - gleich von Anfang an! Auf dem folgenden Bild seht ihr, wie es falsch ist:


 

Übung 7: Komm IV: Jojo

Auch diese Übung ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ihr findet sie in dem Buch "Clicker Gundog" von Helen Phillips im Verlag Learning About Dogs. Leider gibt es davon keine Übersetzung ins Deutsche.

Die Übung ist sowohl für Welpen als auch ältere Hunde geeignet. Man kann damit sehr gut den Handtarget und auch die Pfeife trainieren. Außerdem lässt sich mit dem Clicker auch prima die Schnelligkeit des Rückrufs steigern. Im Grunde fällt diese Übung auch unter die Rubrik "Spielend lernen", aber ganz dann doch wieder nicht und deswegen steht sie an dieser Stelle. Helfen tun euch bei dieser Übung die Übungen im Level 1 zum Blickkontakt, das Namensspiel, das Komm-Spiel, die Targetübung usw.
Das Problem ist häufig beim Rückruf, dass der Hund schon weiß, dass er bei euch halten muss. Logischerweise stärkt das die Tendenz, dass er schon vorher langsamer wird. Mit der Jojo-Übung könnt ihr diesem Trend entgegenwirken.

Ziel:

Ihr steht quasi als Angelpunkt in der Mitte und euer Hund hängt wie ein Jojo an einer unsichtbaren Leine - rennt weg und wird aber magisch mit Schwung wieder zurückge'zogen'. Euer Hund soll sofort ohne Zögern und auch mit Tempo kommen, um eure Hand zu touchen.

Wie wirds geübt?

Wenn ihr es noch nicht geübt habt, dann müsst ihr erst noch den Handtarget üben. Ein Target-Stick geht auch, aber lange nicht so praktisch.

Übt irgendwo, wo ihr viel Platz habt und euer Hund auch hin und her rennen kann. Selbst bei Hunden, die nicht gut hören, kann bei dieser Übung recht schnell ohne Leine geübt werden, weil es ihnen so Spaß macht.

Lasst den Hund eure Handfläche anstubbsen und werft mit jeder Runde das Futter weiter weg. Nehmt gut sichtbare Leckerchen, die auch rollen - am besten übt sich das auf hartem Boden.

Klappt das, haltet dem Hund in dem Moment, wo er sich nach euch umdreht (nach dem Leckerchen) die Target-Hand hin, sagt "stubbs" und clickt, wenn er die Hand stubbst. Das Leckerchen werft ihr als Belohnung wieder auf den Boden. Ich denke, es klappt auch, wenn man nicht clickt - müsst ihr ausprobieren.

Jetzt geht es los mit dem Jojo. Stellt euch vor, ihr steht in der Mitte und seid quasi die Halterung vom Jojo-Seil. Wenn der Hund frisst, bewegt ihr euch noch bisschen weg von ihm, damit die Entfernung groß genug ist, um Geschwindigkeit zu bekommen. Klickt jetzt, wenn er gerade besonders schnell rennt, dreht euch weg und werft das Leckerchen genau in die Fortsetzung seiner Rennbahn (er muss also an euch vorbeirennen). Er wendet wieder zu euch - ihr clickt, wenn er schnell ist, dreht euch um ca. 180 Grad und werft das Leckerchen wieder nach vorne. Hin und her geht es und euer Hund wird sicher schneller und schneller.
Zwischendurch haltet ihr wieder die Hand zum Anstubbsen hin, werft das Leckerchen aber wieder so, dass der Hund nicht wenden muss.

 

Wie geht es weiter?

Wenn ihr wollt, könnt ihr einen Pfiff dazu trainieren. Pfeift genau da, bevor euer Hund vom Leckerchenfressen wendet. Übt nun wieder immer mehr Distanz und eventuell auch Ablenkung.

 

So kann das nach einiger Übezeit aussehen:

Zum Film: fehlt noch


Übung 8: Dummyarbeit I: Bring mehrere Säckchen hintereinander

Ziel: Der Hund wird von euch abgesetzt und apportiert euch später mehrere ausgelegte Objekte.

Wie wird`s geübt?

Fangt mit 2 Dummies an, die gleich aussehen (also nicht verschiedene Wertigkeit für den Hund haben). Setzt euren Hund ab und lasst ihn warten (ob er liegt oder sitzt bzw. steht, was für gelenkkranke Hunde oft angenehmer ist!, ist egal). Legt die Objekte im Abstand von ca. 5-10m vom Hund aus auf den Boden, so dass zwischen den beiden Objekten aber auch noch gut 5 Meter sind.
Geht zurück zum Hund und schickt ihn mit "bring", damit 1 Dummy bringt. Die Reihenfolge ist egal. Der Hund soll aber auf jeden Fall erst das eine Dummy zurückbringen (ihr belohnt sofort) und dann erst das andere. Hamstern von Objekten ist nicht erlaubt :-) Viele Hunde meinen nämlich, was man hat, hat man und bringen gleich alle auf einmal mit...
Ist der Hund mit dem einen Dummy zurückgekommen, schickt ihn wieder mit "brings" los. Ihr könnt eure Hand schon einmal nebenbei in die richtige Richtung stellen. Später schickt ihr euren Hund zu einem ganz bestimmtenn Objekt. Doch das kommt viel später. Stellt eure Hand quasi senkrecht, so dass die Handfläche zur Seite schaut. Fingerspitzen gestreckt. Die Hand zeigt in dieser Haltung die Richtung an. Achtung, dass der Hund auch die Hand sieht! Am besten schiebt sich die Hand dazu auf Augenhöhe am Hund vorbei. Doch wie gesagt, das kommt später noch. In diesem Level etabliert ihr nebenbei die Hand, die Bedeutung lernt er später.

Achtet, wie auch schon beim Apportieren, darauf, dass der Hund mit den Objekten sofort nach der Aufnahme zu euch kommt und nicht Kasperle spielt. Mit Futtersäckchen kommen die meisten Hund sehr schnell zurück, weil sie damit nicht gut spielen können und ihr das Futter ja freilegt. Mit Bällen würde ich nicht unbedingt anfangen. Viele Hunde bringen sie dann nicht, sondern toben damit dann herum.

Trennt unbedingt die Arbeitsmaterialien von eurem Spielzeug, damit der Hund weiß, wann gearbeitet und wann gespielt wird!

Wie geht es weiter?

  1. Ihr könnt die Zahl der Objekte vergrößern.
  2. Ihr könnt verschiedene Objekte nehmen und schauen, was euer Hund am liebsten bringt.
  3. Ihr könnt der Abstand vergrößern.
  4. Ihr könnt die Belohnung hinauszögern und nur noch jedes 2. Säckchen, jedes 3. Säckchen usw. belohnen.
  5. Ihr könnt Objekte in den Wald mitnehmen, sie dort auslegen und bringen lassen.

So kann das nach einiger Übezeit aussehen:

Zum Film: Coffey bringt drei ausgelegte Futterbeutel

 

Übung 9: Bei Fuß II: Schultertarget und Drehungen

Im Level 4 habt ihr schon geübt, dass euer Hund die richtige Position neben euch einnimmt, ohne, dass ihr ihn locken müsst. In diesem Level üben wir, dass der Hund seinen Körper in dieser Position als Target an euer Bein klopft und in der richtigen Position mit euch im 90 oder auch 180 Grad Winkel dreht (nicht ganz leicht... bedarf vieeeler Übung!)

Übt nicht zu viel. Fußarbeit ist sehr anstrengend für den Hund! Wenige Minuten sind mehr als genug. Die Nackenmuskulatur muss erst gekräftigt werden. Fordert noch nicht den Blickkontakt! Das üben wir erst später im nächsten Level. Dafür muss der Hund zuerst die Position gut kennen und auch die Halsmuskeln gekräftigt haben.

Ziel

a) Euer Hund sucht die Fußposition mit einfachem Handsignal oder auch von alleine auf und berührt mit seinem Körper euer Bein.

b) Euer Hund steht in der Fußposition und passt die Haltung an, wenn ihr euch im Uhrzeigersinn dreht.

c) Ihr lauft 5 Schritte mit dem Hund in der Fußposition.

Wie wirds gemacht?

Zu a) Viele Hunde meiden den allzu nahen Körperkontakt und stehen von sich aus lieber nicht so nah neben dem Bein, dass sie es berühren. Im Grunde kann ich das gut verstehen. Sie können dann leichter ins Gesicht der Menschen schauen und riskieren auch nicht, getreten zu werden. Bei manchen Sportarten, vor allem beim Obedience wird aber doch ein schönes "Fuß" gewünscht. Es sieht einfach auch gut aus.

Für das Fußlaufen ist es sehr hilfreich, wenn der Hund lernt, dass euer Bein ein Target ist, dass er mit seiner Schulter bzw. seinem Körper berühren soll. Vieles ist mit diesem Beintarget dann sehr einfach zu üben: Drehungen, Rückwärts laufen, Seitenschritte.
Ihr stellt euren Hund links (später rechts) neben euch. Führt ihn jetzt mit einem Leckerchen nach außen hinten in einen Kreisbogen (also gegen den Uhrzeigersinn) und bewegt eure Knie leicht genau in die Gegenrichtung (so kommt ihr mit der Hand und dem Leckerchen auch weiter hinter). Ihr müsst den Bogen so anlegen, dass der Hund den Bogen hinter euch weiter macht. Er kommt also von hinten möglichst dann schon gerade ausgerichtet wieder an euer Bein. Wenn ihr die Knie bisschen rausgestellt habt, kommt er näher ans Bein ran, als er es eigentlich tun würde. Ist er genau in der richtigen Position, führt ihr eure Knie zurück und gebt dem Hund einen leichten Stubbs. Übt das eine Weile, bis euer Hund den Stubbs von euch gelernt hat. Clickt oder sagt "ja" genau in dem Moment, wo der Stubbs erfolgt.

Übt und übt und übt. Und dann fangt an zu belohnen, wenn der Hund von sich aus stubbst. Belohnt die Berührung.

Und wenn das klappt, dann wechselt ihr auf die andere Seite, damit euer Hund keinen einseitigen Muskelaufbau im Hals bekommt (leider ein Problem, was viele Hunde haben und die Physiotherapeuten ernährt ;-)

zu b) Stellt euren Hund neben euch in die Fußposition. Belohnt noch mal, dass er da steht. Dreht jetzt um 180 Grad und belohnt euren Hund, wenn er in diese Position folgt. Große Winkel finde ich am Anfang leichte, als kleine. Sie sind für den Hund auffälliger, als wenn man nur ein bisschen dreht. Von dem 180 Grad Winkel könnt ihr dann in 90 Grad Winkel übergehen. Dreht am Anfang immer nur im Uhrzeigersinn. Gegen den Uhrzeigersinn fordert vom Hund viel Hinterbeinarbeit, was nicht leicht fällt.

zu c) Bringt euren Hund in die Fußposition und macht einen einzigen Schritt. Danach soll euer Hund wieder in Position stehen (Stubbs an der Hand). Belohnt und macht wieder einen Schritt. Euer Hund muss herauskriegen, wie schnell er gehen darf, ohne vor euch oder hinter euch zu sein. Klappt es nicht, sagt ihr einfach "schade" bringt ihn in Position und probiert wieder einen Schritt. Erst wenn das klappt, macht ihr auch mal zwei Schritte. Dann wieder einen. Dann drei. Dann wieder zwei. Ihr seht schon, wie viel möglich ist. Ziel ist es immer, dass der Hund in der Position bleibt und möglichst auch beim Stehenbleiben einen Stubbs an eure Hand macht. Später koppelt ihr Handtarget und die Berührung am Bein. Lasst dann auch mal die Hand weg und zeigt dem Hund, dass es noch viel mehr um das Bein geht.

Ich finde es nicht ganz leicht, das mit Worten zu beschreiben. Ein Feedback von euch wäre hilfreich! Wir haben ein bisschen gefilmt, vielleicht ist das eine Hilfe. Sonst schreibt im Forum, damit ich den Text verbessern kann.

So kann das nach einiger/längerer Übezeit aussehen:

Zum Film: Lena beim Üben
(Lena ist wie immer das Kasperle... schmeißt sich ans Bein, als ginge es drum, wer am schiefsten stehen kann, tappelt dann aber wieder begeistert mit - sie wirft ihre Füße dabei oft wie eine Zirkusprinzessin)

Zum Film: Lucky, der Streber, beim Üben
(Lucky übt das erst seit ca. 2 Monaten und ich finde er macht das super gut - bei ihm seht ihr prima, wie er das Bein als Target nützt - es macht ihm richtig Spaß, dagegen zu bollern)

 

Übung 10: Tricks: Kuckuck

Diese Übung fördert vor allem die Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Hunde lernen außerdem, ihren Körper besser zu beherrschen. Als Vorführtrick sehr geeignet! Wie weit ein Hund unten durch kommt, scheint an der Länge der Pfoten zu liegen. Ich bin noch nicht sicher.

Ziel: Der Hund legt die Pfoten auf euren Arm oder auf eine feste Stange und schiebt seinen Kopf so weit wie möglich unten durch, ohne die Pfoten loszulassen.

Wie wirds gemacht?

Bei größeren Hunden empfehle ich auf jeden Fall eine feste Stange. Häufig finden sich draußen Absperrungen oder Gartenstühle, evtl. könnt ihr auch eine Besenstange halten. Wenn ihr mit größeren Hunden am Arm übt, dann zieht euch einen guten Schutz an! Für kleine Hunde kann man sich hinunterknien und ihnen den Arm hinhalten.

Übt zuerst, dass euer Hund seine beiden Vorderfüße auf euren Arm legt. Fordert im nächsten Schritt dass er dabei den Po auf dem Boden lässt. Erst wenn das wirklich klappt, kommt die knifflige Sache, dass ihr die Nase zwischen den Beinen durchführen müsst. Nehmt die Hand als Target oder lockt mit einem Leckerchen. Belohnt die kleinste Bewegung nach unten. Belohnt sehr schnell, bevor der Hund die Pfoten bewegt.
Bei Hunden, die die Pfoten nicht liegen lassen, könnt ihr mit der Hand unten nur bisschen für die Aufmerksamkeit wedeln und die Belohnung aber oben geben. Übt das eine ganze Weile, bis der Hund auch über die erforderlichen Muskeln verfügt.

Danach könnt probieren, ob ihr den Kopf immer weiter durchziehen könnt. Euer Hund muss sich dafür an eurem Arm oder an der Stange festkrallen. Es ist eine Frage des Trainings. Manche Hunde hängen schließlich richtig mit der Schulter unter der Stange und schieben sich durch. Bei kurzbeinigen Hunden habe ich es noch nicht gesehen.

 

Übung 12: Spielend lernen IV - Nasenspiele

Ideen zum Spielen - auch mit der Nase findet ihr viele u.a. unter www.spass-mit-hund.de und hier sollen nur ein paar Ideen stehen, um eine Anregung für die Hundebesitzer zu geben, die noch nicht mit diesen Spielen für unterwegs vertraut sind. Das Motto für diesen Level ist OBEN - UNTEN. Euer Hund soll während des Spaziergangs oder auch daheim dort suchen, wo er meist eher nicht sucht: oben in Büschen oder auf Ablagen, unten im Sand, in Maulwurfshügeln, im Schnee, in der Erde... eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jedes Material leitet Geruch anders, so dass es für euren Hund auch nicht immer gleich ist. Warmes Material leitet besser als kaltes - trockenes besser als nasses - aber zu trocken ist auch wieder nicht gut... eine Wissenschaft ist das... aber ihr lernt das ganz nebenbei, wenn ihr seht, wo euer Hund schneller etwas findet und wo nicht.

 

Abschluss-Test für Level 5

Sucht euch jemand, der euch objektiv die "Prüfung" abnimmt und verhindert, dass ihr mogelt. Es bringt gar nichts, in den nächsten Level zu gehen, wenn ihr Level 1 nicht wirklich schafft. Sonst fehlt immer das Grundwissen.
Ihr könnt drin oder draußen in gewohnter ruhiger Umgebung üben. Ablenkung wird erst in fortgeschrittenen Levels geübt!
Wer Level 5 geschafft hat, kann in den Level 6 gehen.

Also, dann testet mal, was ihr könnt:

1. I


Wenn ihr es geschafft habt: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum fünften Level!
Wenn nicht, ist es auch egal - probiert es einfach in einer Woche wieder. Ist doch egal, wann man es schafft...